Bekannte Werbefigur
Der Erfinder des «HB-Männchens» ist gestorben

Das «HB-Männchen» kannte in Deutschland fast jeder. Das aufgeregte Männchen konnte nur auf eine Art zur Ruhe gebracht werden - heute wäre diese Art von Werbung unvorstellbar.

Donnerstag, 18.07.2019, 14:32 Uhr aktualisiert: 18.07.2019, 14:36 Uhr
Das «HB-Männchen» kannte in Westdeutschland fast jeder.
Das «HB-Männchen» kannte in Westdeutschland fast jeder. Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - «Halt, mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen?» Millionen erinnern sich an den Spruch aus dem Fernsehen. Das «HB-Männchen» war im Westdeutschland der Nachkriegszeit eine der bekanntesten Werbefiguren - sein Erfinder Theo Breidenbach ist nun gestorben.

Wie die Düsseldorfer Werbeagentur Grey bestätigte, starb der Marken-Experte bereits am 7. Juli im Alter von 90 Jahren. Beigesetzt wurde Breidenbach am Donnerstag in Düsseldorf. Von den späten 50ern Jahren an machte das «HB-Männchen» Bruno in Kino und Fernsehen Reklame für die Zigarettenmarke «HB». Seine Auftritte waren bis 1972 im Fernsehen und bis 1984 im Kino zu sehen. Bruno stellte sich immer zunächst sehr tolpatschig an, wurde dann immer zorniger und ging kurz vor Ende zuverlässig wutschnaubend an die Decke. Stets folgte aus dem Off der fröhliche Spruch «Halt, mein Freund, wer wird denn gleich in die Luft gehen?» Bruno wurde jedes Mal mit einer Packung Zigaretten zur Ruhe gebracht. Die Spots kannte in den 60er bis 80er Jahren fast jeder in der Bundesrepublik.

«Diese Werbung ist im historischen Kontext zu sehen und nach den heutigen gesetzlichen Vorschriften nicht mehr zulässig», erläuterte eine Sprecherin des Tabakkonzerns BAT, zu dem «HB» heute gehört.

Breidenbach hatte darüber hinaus die Federführung über weitere berühmte Kampagnen, darunter für den Autobauer BMW («Aus Freude am Fahren»). Der gebürtige Kölner leitete die Werbeagentur von 1965 bis 1979 und blieb noch bis 1996 als Chairman und Gesellschafter an Bord.

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