Currywurst und Konkurrenz
Bratwurst vs. Currywurst: Welche Wurst ist der bessere Snack?

Die Currywurst wird heute 70 Jahre alt. Zeit, um die die klein geschnittene Brühwurst in Soße einem knallharten Vergleich zu unterziehen. Kann sie ihrer großen Konkurrenz, der Bratwurst, wahlweise im Brötchen, wirklich die Stirn bieten? Die Meinungen gehen auseinander. 

Mittwoch, 04.09.2019, 17:27 Uhr aktualisiert: 04.09.2019, 18:11 Uhr
Currywurst und Konkurrenz: Bratwurst vs. Currywurst: Welche Wurst ist der bessere Snack?
Foto: Jörg Carstensen/dpa und Thomas Frey/dpa

Pro Bratwurst: Tröstender Imbiss für zwischendurch

Bratwurst vom Rost – das ist für mich gleichbedeutend mit einem wohligen Gefühl. Die reine, pure Wurst ist der ideale Imbiss für zwischendurch. Sie ist auch der ideale Tröster, wenn an den Bahnhöfen dieser Republik mal wieder der Zug Verspätung hat. Irgendwo gibt es immer einen Bratwurststand, der hilft, die Wartezeit zu überbrücken. Die beste Bratwurst vom Rost gibt es meiner Meinung nach übrigens in Bremen.

So eine schlichte Bratwurst ist dabei viel einfacher zu essen als die Currywurst. Es reichen zwei Finger, auf ein Gäbelchen kann getrost verzichtet werden. Wenn die Wurst im Brötchen serviert wird, braucht es nicht mal ein Pappdeckelchen, das ist sogar noch sehr umweltfreundlich. Es drohen auch keine Soßenflecken auf der Jacke, weil es gar keine tropfende Soße gibt. Höchstens ein wenig Senf, um den Geschmack nach oben abzurunden.

Und das Schönste daran: Da die Bratwurst ohne störende Soße und füllende Pommes gegessen wird, ist auch immer noch Platz für eine zweite . . .

Stefanie Meier

Pro Currywurst: Nichts geht über Currywurst

Ob beim Besuch im Fußballstadion des Lieblingsvereins, auf der Kirmes oder mit Freunden auf dem Schützenfest – nichts geht über Currywurst. Die geschnibbelte Wurst mit der leckeren Soße hat vor allem einen Vorteil: Beim Abbeißen von der Bratwurst im Brötchen oder von der Papp-Unterlage besteht die Gefahr, sich den Gaumen zu verbrennen. Die Currywurst mit ihren mundgerechten Stücken schafft es, diese Gefahr weitestgehend zu bannen. Und auch vor der Klecker-Gefahr kann die Bratwurst nicht schützen. Mit nur einem Unterschied: Statt leckerer Soße ist dann Senf auf dem Pullover.

Noch ein Pluspunkt ist die perfekte Einheit, die Currywurst und Pommes bilden. Frittierte Kartoffel mit Bratwurst? Unvorstellbar. Aber Pommes und Currywurst – perfekt. Die „Manta­platte“ – das Kultgericht des Ruhrgebiets – eignet sich vor allem als Grundlage. Die ganze Nacht im Festzelt tanzen oder 90 Minuten das Fußballteam mit voller Kraft unterstützen: All das geht mit Wurst, Fritten und Soße.

Und – zumindest für mich persönlich – ist die Currywurst auch viel mehr als ein Gericht aus der Abteilung „Fast Food“. Currywurst löst bei mir ein Gefühl aus – von Freundschaft, lustigen Abenden in der Gemeinschaft und großen Siegen beim Fußball. Allein schon deshalb: Nichts geht über Currywurst.

Anna Spliethoff

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6900772?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F202%2F
Nachrichten-Ticker