Attacke in Rottweil
Kunde sticht mit Messer auf Jobcenter-Mitarbeiterin ein

Ein Kunde kommt am Vormittag ins Jobcenter von Rottweil in Baden-Württemberg - und sticht unvermittelt mit einem Messer auf eine Mitarbeiterin ein. Die Frau wird schwer verletzt, der Mann von der Polizei festgenommen.

Donnerstag, 16.01.2020, 19:40 Uhr aktualisiert: 16.01.2020, 19:42 Uhr
Polizisten und Rettungskräfte vor dem Jobcenter in Rottweil. Ein Mann hat hier eine Mitarbeiterin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt.
Polizisten und Rettungskräfte vor dem Jobcenter in Rottweil. Ein Mann hat hier eine Mitarbeiterin mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Foto: Peter Arnegger / Nrwz

Rottweil (dpa) - Mit einem Messer hat ein Kunde im Jobcenter von Rottweil in Baden-Württemberg eine Mitarbeiterin angegriffen und schwer verletzt.

Der mutmaßliche Täter sei noch vor Ort festgenommen worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag. Es handele sich um einen 58 Jahre alten Deutschen, der bei dem Opfer einen Termin wahrgenommen habe. Die Hintergründe seien noch völlig unklar. Zwar wurde der Mann von den Ermittlern zwischenzeitlich vernommen - ob er sich zur Tat äußerte, sei aber noch nicht bekannt.

Das Opfer - eine 50 Jahre alte Frau - kam mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus. Über ihren Zustand gab es vorerst keine Rückmeldungen aus der Klinik, wie der Polizeisprecher sagte. Auch über den Umfang der Verletzungen konnte er keine Angaben machen. Ob sich Täter und Opfer kannten, war zunächst nicht bekannt.

Der 58-Jährige sei nach dem Angriff ins Erdgeschoss des mehrstöckigen Bürogebäudes gegangen und habe sich widerstandlos festnehmen lassen, teilten das Polizeipräsidium Konstanz und die Staatsanwaltschaft Rottweil am Abend mit. Zuvor habe der Mann den übrigen Mitarbeitern des Jobcenters gesagt, dass man die Polizei verständigen könne.

Die Ermittler stellten das Tatmesser sicher. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Verdächtigen ein Ermittlungsverfahren wegen eines versuchten Tötungsdeliktes eingeleitet.

Zuletzt hatte der gewaltsame Tod eines Mitarbeiters der Stadt Köln Entsetzen hervorgerufen. Der Mann war Mitte Dezember bei einem Hausbesuch erstochen worden, als er für die Vollstreckungsstelle Geld eintreiben wollte. Als er mit einer Kollegin an einem Mehrfamilienhaus klingelte, öffnete ihm ein Bewohner - und stach nach Polizeiangaben sofort zu. Nach der Attacke wurde der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

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