Lavaströme
Vulkan in Guatemala speit wieder Glut und Asche

An der Südflanke des Vulkans strömt Lava herab, am Gipfel speit er Glut, Asche und Gas in eine Höhe von bis zu 5500 Meter. Schon vor drei Tagen war der Pacaya ausgebrochen. Verletzt wurde bislang niemand.

Samstag, 06.03.2021, 08:44 Uhr aktualisiert: 06.03.2021, 08:46 Uhr
Ein Kind sitzt auf einem Motorrad, während im Hintergrund der Vulkan Pacaya ausbricht.
Ein Kind sitzt auf einem Motorrad, während im Hintergrund der Vulkan Pacaya ausbricht. Foto: Santiago Billy

Escuintla (dpa) - Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen ist der Vulkan Pacaya in Guatemala ausgebrochen. An dem Vulkan rund 50 Kilometer südlich von Guatemala-Stadt wurden am Freitag - wie schon am Mittwoch - starke Explosionen registriert, wie die Katastrophenschutzbehörde des mittelamerikanischen Landes (Conred) mitteilte.

Der rund 2500 Meter hohe Berg spie demnach Glut und eine dichte Säule aus Asche und Gas, die eine Höhe von 5500 Metern über dem Meeresspiegel erreichte. An der Südflanke Pacayas wurden drei Lavaströme von bis zu 1500 Metern Länge gemeldet.

Der Wind trug den Angaben zufolge grobkörnige Asche in westliche und südwestliche Richtung in die umliegenden Gemeinden - auch die gut 30 Kilometer entfernte Bezirkshauptstadt Escuintla könne davon etwas abbekommen. Es könne auch zum Herabfallen von Steinfragmenten kommen.

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, auf Hinweise der Behörden zu eventuellen Evakuierungen zu achten, sich nicht in Gefahr zu begeben, Notfallrucksäcke zu packen, Wassertanks abzudecken und Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Nachdem der Vulkan den ganzen Tag über ein hohes Maß an Aktivität zeigte, sei es nicht auszuschließen, dass diese noch zunehme oder zumindest in den kommenden Stunden fortbestehe, hieß es am Freitagabend (Ortszeit) vom Katastrophenschutz unter Berufung auf Guatemalas vulkanologisches Institut Insivumeh.

Pacaya ist einer von mehreren Vulkanen in der Gegend. Bei einem Ausbruch des nahe gelegenen Feuervulkans (Volcán de Fuego) im Juni 2018 kamen rund 200 Menschen ums Leben.

© dpa-infocom, dpa:210306-99-711600/2

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