Kinderpornografie-Prozess
Christoph Metzelder nach Teilgeständnis zu Bewährungsstrafe verurteilt

Düsseldorf -

Am Ende gesteht Christoph Metzelder - teilweise. Dann gibt es ein schnelles Urteil: zehn Monate auf Bewährung. Im Prozess um Kinderpornografie hatte das Gericht dem Ex-Fußballer ein Angebot gemacht. Von Olaf Kupfer
Donnerstag, 29.04.2021, 16:10 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 29.04.2021, 16:10 Uhr
Kinderpornografie-Prozess: Christoph Metzelder nach Teilgeständnis zu Bewährungsstrafe verurteilt
Christoph Metzelder, ehemaliger Fußball-Nationalspieler, kommt am Gericht an. Die Ermittler werfen dem 40-Jährigen vor, es unternommen zu haben, einer Person Besitz an kinderpornografischen Schriften verschafft zu haben. Außerdem lautet die Anklage auf Besitz von kinder- und jugendpornografischen Schriften. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Am Donnerstagmittag gesteht Christoph Metzelder - teilweise. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler liest das Teilgeständnis, stockt, schluchzt. Richterin Astrid Stammer­johann hatte zuvor in einem Rechtsgespräch Metzelder für ein Geständnis zehn bis zwölf Monate auf Bewährung avisiert, kurz danach gesteht der tatsächlich. Er habe nur das an kinder­pornografischem Material besessen, was er verschickt habe, habe frei zugängliche Bilder per Screenshot ge­sichert und „für Extremfantasien ausgetauscht“. Die „Faszination des Unaussprech­lichen lag in einer gemein­samen Grenzüberschreitung.“ Es habe keine Übergriffe gegeben, das sei auch niemals geplant gewesen. „Ich bitte die Opfer um Vergebung“ Metzelder spricht von einer „ausschließlich digitalen Parallelwelt“. Dann sagt er: „Dennoch bleibt die Versendung.“ Es gehe um seine moralische Schuld. Und mit brüchiger Stimme: „Ich akzeptiere die Strafe und bitte die Opfer um Vergebung.
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