Für kranke und behinderte Kinder
Frankreichs Fußball-Star Kylian Mbappé spendet WM-Prämie

Münster -

Er ist nicht nur als Fußballer ganz groß, sondern hat jetzt auch menschliche Größe bewiesen: Frankreichs WM-Helden Kylian Mbappé hatte Ende Juni angekündigt, seine WM-Prämie zu spenden. Nun ließ er auf seine Worte Taten folgen. Und inspirierte damit einen Teamkollegen.

Dienstag, 17.07.2018, 12:29 Uhr

Für kranke und behinderte Kinder: Frankreichs Fußball-Star Kylian Mbappé spendet WM-Prämie
Kylian Mbappé aus Frankreich bejubelt sein Tor zum 4:1 gegen Kroatien im WM-Finale 2018 in Moskau. Foto: Francisco Seco/AP/dpa

Frankreichs WM-Star Kylian Mbappé hat seine gesamte WM-Prämie in Höhe von 432.000 Euro gespendet. Das Geld geht an die Wohltätigkeitsorganisation "Premiers de Cordée", die unter anderem behinderten und kranken Kindern kostenfreien Sport-Unterricht finanziert. Das hatte zuerst die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtet. Demnach sagte der Stürmer: "Für sein Heimatland zu spielen, dafür sollte man kein Geld bekommen."

2018 wurde Mbappé französischer Meister und Pokalsieger mit seinem Klub Paris Saint-Germain , und nun Weltmeister mit Frankreich. Außerdem wurde er in Russland zum besten jungen Spieler der Weltmeisterschaft gekürt.

Sein Jahresgehalt soll nach übereinstimmenden Medienberichten bei 18 Millionen Euro liegen. Den Gerüchten um einen Wechsel zu Real Madrid bereitete der Jungstar kürzlich ein Ende, indem er sagte, dass er zu 100 Prozent in Paris bleibe.

Die großzügige Spende des 19-Jährigen inspirierte auch Teamkollege Samuel Umtiti. Der Verteidiger vom FC Barcelona will Mbappés Beispiel folgen und kündigte an, Teile seiner Prämien spenden zu wollen. "Wenn man bei einer Weltmeisterschaft spielt, ist es eine Ehre, weil es ein Traum ist, der wahr wird. Mich interessiert das Geld nicht. Dafür spiele ich nicht Fußball", sagte Umtiti.

 

Fußball-WM-Finale: Frankreich - Kroatien

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  • Der Showdown im Luschnikistadion in Moskau - die Mannschaften laufen ein.

    Foto: Christian Charisius
  • Im Finale standen sich Frankreich...

    Foto: Fei Maohua
  • ...und das Team von Kroatien gegenüber.

    Foto: Matthias Schrader
  • Bereits früh gingen die Franzosen durch ein Eigentor von Ex-Bundesliga-Star Mario Mandzukic in der 18. Spielminute in Führung.

    Foto: Pavel Kopczynski
  • Doch in der 28. Minute schlug Kroatien schon zurück: Ivan Perisic (M.) erzielte den Ausgleichstreffer zum 1:1.

    Foto: Martin Meissner
  • Noch vor dem Halbzeitpfiff fiel der nächste Treffer. Antoine Griezmann verwandelte einen umstrittenen Handelfmeter zur 2:1-Führung für Frankreich.

    Foto: Thanassis Stavrakis
  • Das torreiche Finale fand seine Fortsetzung in der 59. Spielminute, als Paul Pogba (3.v.r.) die Führung zum 3:1 ausbaute.

    Foto: Martin Meissner
  • In der 65. Spielminute schien die Entscheidung gefallen...

    Foto: Sputnik
  • ...Kylian Mbappé (M.) ließ sich von seinen Mitspielern für sein Tor zum 4:1 feiern.

    Foto: Martin Meissner
  • Doch kurzzeitig konnte Kroatien seinem Ruf als Comeback-Team gerecht werden....

    Foto: Martin Meissner
  • Mario Mandzukic konnte in der 69. Spielminute einen schweren Patzer von Frankreich-Torwart Hugo Lloris zum 2:4-Anschlusstreffer nutzen.

    Foto: Christian Charisius
  • Aber es folgte dieses Mal kein furioser Schlussspurt der Kroaten mehr. Die Spieler Frankreichs...

    Foto: Christian Charisius
  • ...sowie der französische Staatschef Emmanuel Macron konnten den Titelgewinn der die Équipe Tricolore bejubeln.

    Foto: Alexei Nikolsky
  • Anerkennung für eine sehr gute Turnierleistung: Der Franzose Paul Pogba (M.) gratuliert Kroatiens Trainer Zlatko Dalic.

    Foto: Francisco Seco
  • Auszeichnungen: Luka Modric (l.) aus Kroatien erhielt die Trophäe Goldener Ball für den besten Spieler der Fußball-WM , der Franzose Kylian Mbappe bekam die Trophäe als bester Jungprofi der WM.

    Foto: Cezaro De Luca
  • Während die Kroaten enttäuscht über den verpassten Titelgewinn waren...

    Foto: Cezaro De Luca
  • ...feierten Frankreichs Spieler ihren Trainer Didier Deschamps.

    Foto: Francisco Seco
  • Nach dem Spiel tröstete Kolinda Grabar-Kitarovic (l.), Staatspräsidentin von Kroatien, den kroatischen Mittelfeldspieler Luka Modric.

    Foto: Martin Meissner
  • Derweil feierten die Franzosen ausgelassen.

    Foto: Petter Arvidson
  • Kollektiver Jubel der Équipe Tricolore bei der Siegerehrung.

    Foto: Cezaro De Luca
  • Erinnerungsbilder: Frankreichs Trainer Didier Deschamps (2.v.r.) und sein Trainerstab lassen sich mit dem WM-Pokal fotografieren.

    Foto: Aaron Chown
  • Frankreichs Stürmer Kylian Mbappe genießt den Moment und küsst den WM-Pokal.

    Foto: Frank Augstein
  • In Frankreich wurde zeitgleich ebenfalls ausgelassen gefeiert - vor dem in den Farben der französischen Nationalflagge beleuchteten Arc de Triomphe.

    Foto: Thibault Camus

Fußball: 15 Dinge, die von der WM bleiben werden

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  • Neymar hat dieser WM seinen Stempel aufgedrückt. Allerdings nicht so, wie er sich das gewünscht hätte. Im Netz wurden unter dem Hashtag #NeymarChallenge die Schauspieleinlagen des Brasilianers kreativ auf die Schippe genommen.

    Überall auf der Welt eifern die Menschen jetzt dem Vorbild Neymars nach, auch in anderen Sportarten:

  • 02 Favoritensterben

    „Best Never Rest″? In Russland staunte die Welt über das frühe „Favoritensterben″. Deutschland scheidet erstmals in der Vorrunde aus; Europameister Portugal, Spanien und Argentinien folgen im Achtelfinale; für Brasilien ist im Viertelfinale Schluss. Mit Italien und den Niederlanden waren zwei große Fußballnationen gar nicht erst qualifiziert. Überall wird gerätselt, was jetzt anders werden muss. Kommt jetzt ein großer Umbruch im Weltfußball?

    Foto: dpa
  • Was ist bloß aus dem argentinischen Volkshelden Diego Maradona geworden? Auf den Tribünen in Russland legte er unrühmliche Auftritte hin. Bodyguards passten auf, dass er nicht vom VIP-Balkon stürzt. 

    ZDF-Kommentator Belá Réthy fasste es bei der Partie gegen Kroatien passend zusammen: „Argentinien zerfällt in seine Einzelteile. Maradona tut das schon länger.″

  • 04 Erdogan

    Erdogate: Das Foto, über das in diesem Sommer am meisten gesprochen wurde: Dass sich die beiden deutschen Nationalspieler Mesut Özil und Ilkay Gündogan gemeinsam mit dem wahlkämpfenden türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan ablichten ließen, wurde ihnen als übles Foul ausgelegt. Lautstark wurde in der Öffentlichkeit die „rote Karte″ gefordert. Ganz nebenbei hat die Türkei so vorgemacht, wie man bei der WM zum Top-Thema werden kann, obwohl man gar nicht mitspielen darf.

    Foto: dpa
  • Toni Kroos' Freistoßtor in der Nachspielzeit gegen Schweden - der schönste Moment aus deutscher Sicht:

    In einem frechen Tweet verpasst Felix Kroos seinem Bruder noch einen kleinen Seitenhiebs wegen eines Fehlpasses, der zu einem Tor für Gegner Schweden geführt hatte:

  • Japanische Saubermänner: Nach dem Achtelfinal-Aus gegen Belgien hinterließen die „blauen Samurai″ ihre Kabine blitzblank.

    Zuvor hatten schon die japanischen Fans für Aufsehen gesorgt, weil sie nach den Spielen den Müll von den Tribünen einsammelten. Anhänger anderer Nationen folgten dem guten Beispiel. 

    Sauber war auch das Verhalten der Japaner auf dem Platz: Die Mannschaft hatte nach Ende der Gruppenphase genau wie Senegal 4 Punkte und 4:4 Tore. Weil das direkte Duell unentschieden endete, zog Japan aufgrund der besseren Fair-Play-Wertung ins Achtelfinale ein.

  • 07 Videobeweis

    Zwei Minuten brauchte Schiedsrichter Nestor Pitana im WM-Finale, nach ausführlichem Video-Studium gab er dann einen umstrittenen Handelfmeter für Frankreich, der zum zwischenzeitlichen 2:1 führte. Laut offizieller Fifa-Zählung war es das 20. Mal, dass der Videobeweis bei seiner WM-Premiere in Russland zum Einsatz kam. „Der Videobeweis macht den Fußball ehrlicher und transparenter“, lobte Infantino in seiner Bilanz. Klingt nicht nach Abschaffung.

    Foto: dpa
  • Starke Russen: Beim WM-Auftakt schlugen die Gastgeber Saudi-Arabien mit 5:0. Eine Eintagsfliege? Von wegen. Russland scheiterte erst im Viertelfinale an Kroatien, trotz eines Traumtors von Denis Cheryshev.

    Angesprochen auf die Dopingvorwürfe gegen sein Team reagierte Trainer Stanislaw Tschertschessow nach dem Ausscheiden dünnhäutig. Er brach ein Interview mit dem Spiegel zwischenzeitlich ab. Auch dieses Thema wird uns nach der WM also erhalten bleiben.

  • 09 Elfmeter

    29 Elfmeter wurden gepfiffen. Damit ist die bisherige Bestmarke von 18 von den Weltmeisterschaften 2002, 1998 und 1990 pulverisiert worden. Sieben Schützen scheiterten mit ihrem Strafstoß.

  • Noch eine Erkenntnis dieser WM: England hat einen guten Torwart. Und: England kann Elfmeterschießen! Die „Three Lions″ schafften es bis ins Halbfinale und lösten in ihrer Heimat Jubelstürme aus.

  • Standard-Rezept: Die Engländer haben nicht nur Elfmeterschießen trainiert. Bei Ecken und Freistößen reihten sich die potenziellen Flanken-Abnehmer auf, als würden sie „in den Bus einsteigen wollen″, wie die „Daily Mail″ es formulierte. Mit Erfolg: Neun seiner zwölf Tore hat England bei Standard-Situationen (vier nach Ecken, zwei Freistöße, drei durch Elfmeter) erzielt. Das dürfte Schule machen:

  • Belgien war eins der überzeugendsten Teams bei dieser WM. Die „roten Teufel” scheiterten erst im Halbfinale knapp an Frankreich. Hinten sicher stehen und dann blitzschnell nach vorne, das Rezept der Belgier fruchtete besser als das der Ballbesitz-Mannschaften wie Deutschland und Spanien: Mit 16 Treffern waren sie die offensivstärkste Mannschaft des Turniers.

    Klar, dass man dann beim Torjubel auch mal etwas Außergewöhnliches schafft: Michy Batshuayi will den Ball ins Netz donnern, trifft aber den Pfosten, die Kugel kommt postwendend zurück und trifft ihn am Kopf. Der Belgier reagiert auf seinen Kunstschuss mit Humor:

  • 13 Superstar Modric

    Messi oder Ronaldo? Modric! Während die beiden Superstars zwei Wochen vor Turnier-Ende die Koffer packen musste, brachte der Mittelfeldregisseur von real Madrid seine Kroaten bis ins Endspiel. Nach dem Gewinn des Goldenen Balls für den besten Spieler der WM ist Modric nun auch heißester Kandidat, die zehnjährige Dauer-Regentschaft von Cristiano Ronaldo und Lionel Messi bei der Wahl zum Weltfußballers zu beenden.

  • Wladimir Putin hielt sich während Weltmeisterschaft auffällig zurück. Sein großer Auftritt bei der Siegerehrung nach dem Endspiel fiel dann allerdings ins Wasser. Während sich alle anderen nassregnen ließen, blieb der russische Präsident als einziger trocken. Manchmal sagt ein Schirm mehr als tausend Worte:

  • Der Shooting-Star der WM ist Kylian Mbappé. Der Franzose erzielte vier Tore. Viele Sympathien erhielt er für die Entscheidung, seine komplette WM-Prämie - es dürfte sich um rund 430.000 Euro handeln - an eine Wohltätigkeitsorganisation zu spenden. Reife Leistung für einen 19 Jährigen, der ebenso wie diese „Équipe tricolore″ noch viel vor sich hat. Das nächste Spiel des neuen Weltmeisters: Am 6. September geht es in der neuen Nations League der UEFA gegen Deutschland.

 

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