Fußball: WM 2018
Deutschland und Schweden im Vergleich – Frikadelle schlägt Köttbullar

Sotschi -

Vor dem großen WM-Duell der Gruppe F am Samstag stellt sich schon die Frage: Wer ist besser? Deutschland oder Schweden? Unser Redakteur Alexander Heflik hat schon mal verglichen und alle Mannschaftsteile unter die Lupe genommen. Aber nicht nur die.

Freitag, 22.06.2018, 16:48 Uhr

Fußball: WM 2018: Deutschland und Schweden im Vergleich – Frikadelle schlägt Köttbullar

Torleute: Der Deutsche Manuel Neuer ist zurück und damit einer der weltbesten seines Faches. Robin Olsen vom FC Kopenhagen hält den Vergleich vermutlich nicht stand. – Stand: 1:0 für Deutschland.

Abwehr: Der deutschen Super-Verteidigung fehlte zum Auftakt der Supermann-Umhang, da waren zu viele Fehler bei Mats Hummels und Joshua Kimmich im Spiel. Schwedens Viererkette dagegen leistete ganze Arbeit, gewann 56 Prozent aller Zweikampf gegen Südkorea. – Punkt für Schweden, Stand: 1:1.

Deutschland gegen Schweden – das Duell

1/8
  • Die Torhüter: Der Deutsche Manuel Neuer ist zurück, und damit einer der weltbesten seines Faches. Robin Olsen vom FC Kopenhagen hält den Vergleich vermutlich nicht stand. – Stand: 1:0 für Deutschland.

    Foto: dpa/AFP
  • Die Abwehr: Der deutschen Super-Verteidigung fehlte zum Auftakt der Supermann-Umhang, da waren zu viele Fehler bei Mats Hummels und Joshua Kimmich im Spiel. Schwedens Viererkette dagegen leistete ganze Arbeit, gewann 56 Prozent aller Zweikampf gegen Südkorea. – Stand: Punkt für Schweden, 1:1.

    Foto: dpa/AFP
  • Das Mittelfeld: Die Namen Toni Kroos und Sami Khedira sprechen klar für Deutschland, in der Regel halten Sebastian Larsson (Hull City) und Albin Ekdal (Hamburger SV) da nicht mit. Emil Forsberg hin oder her, auch die weiteren offensiven Mittelfeld-Parts sind bei Deutschland individuell besser besetzt. – Stand: Punkt für Deutschland, 2:1.

    Foto: dpa/AFP
  • Der Angriff: Timo Werner wartet auf sein erstes WM-Tor, es soll gegen Schweden folgen. Der Ex-Hamburger Marcus Berg ist nach Aussage von Trainer Janne Andersson ein Schlüsselspieler, der aber nur Al-Ain Sport-Club in Kuwait sein Geld verdient. – Stand: Vorteil für Deutschland, 3:1.

    Foto: dpa/AFP
  • Die Ersatzbank: Die Deutschen haben noch eine Reihe junger und entschlossener Spieler in der Hinterhand, Leon Goretzka oder Julian Brandt warten nur auf eine Chance. Die Bank der Schweden ist dünner besetzt. – Stand: Klarer Vorteil Deutschland, 4:1.

    Foto: dpa/AFP
  • Der Teamgeist: Deutschland sucht noch den Geist von 2014, als das Team Weltmeister wurde. Schweden hat ihn längst gefunden, das 1:0 über Südkorea war eine kollektiv überzeugende Leistung von den „Mentalitätsmonstern“. – Stand: Schweden holt auf, 4:2.

    Foto: dpa/AFP
  • Die Trainer: Joachim Löw hat im Auftaktspiel Fehler gemacht, er wirkt vielleicht nicht angezählt, aber ganz sicher ist er sich seiner Sache nicht. Janne Andersson bewegte seine Elf zum WM-Start deutlich näher an der Leistungsgrenze. - Stand: Leichter Vorteil Schweden, 4:3.

    Foto: dpa/AFP
  • Zu guter Letzt – die Hackfleischzubereitung: Die deutsche Frikadelle mit nicht zu viel Brotanteil, natürlich von Mutti gemacht, schlägt Ikeas maschinell hergestellten Köttbullar-Kugeln um Längen. – Stand: Ein Stern für Deutschland, 5:3.

    Foto: dpa/AFP/colourbox.de

Mittelfeld: Die Namen Toni Kroos und Sami Khedira sprechen klar für Deutschland, in der Regel halten Sebastian Larsson (Hull City) und Albin Ekdal (Hamburger SV) da nicht mit. Emil Forsberg hin oder her, auch die weiteren offensiven Mittelfeld-Parts sind bei Deutschland individuell besser besetzt. – Punkt für Deutschland, Stand: 2:1.

Angriff: Timo Werner wartet auf sein erstes WM-Tor, es soll gegen Schweden kommen. Der Ex-Hamburger Marcus Berg ist nach Aussage von Trainer Janne Andersson ein Schlüsselspieler, der aber „nur“ bei Al-Ain Sport-Club in Kuwait sein Geld verdient. – Stand: 3:1.

Ersatzbank: Die Deutschen haben noch eine Reihe junger und entschlossener Spieler in der Hinterhand, Leon Goretzka oder Julian Brandt warten nur auf eine Chance. Die Bank der Schweden ist da schon „dünner“ besetzt. – Klarer Vorteil Deutschland, Stand: 4:1.

Teamgeist: Deutschland sucht noch den Geist von 2014, als das Team Weltmeister wurde. Schweden hat ihn längst gefunden, das 1:0 über Südkorea war eine kollektiv überzeugende Leistung von den „Mentalitätsmonstern“. – Schweden holt auf, Stand: 4:2.

Trainer: Joachim Löw hat im Auftaktspiel Fehler gemacht, er wirkt vielleicht nicht angezählt, aber ganz sicher ist er sich seiner Sache nicht. Janne Andersson bewegte seine Elf zum WM-Start deutlich näher an der Leistungsgrenze. – Leichter Vorteil Schweden, Stand 4:3.

Hackfleischzubereitung: Die deutsche Frikadelle mit nicht zu viel Brotanteil, natürlich von Mutti gemacht, schlägt Ikeas maschinell hergestellten Köttbullar-Kugeln um Längen. – Ein Stern für Deutschland, Stand: 5:3.

Kommentar: Siegen oder fliegen

Hoffnung oder nichts. Der amtierende Weltmeister Deutschland steht bereits im zweiten Gruppenspiel gegen Schweden maximal unter Druck. Nur ein Sieg hilft weiter, sonst droht das Aus nach der Vorrunde. Das wäre ein Desaster für den vierfachen Weltmeister, kein fünfter WM-Stern, nur ein schwarzes Loch.

Die Stimmung war im Keller nach der Pleite gegen Mexiko. Krisensitzungen folgten, Fehleranalysen, Debatten um Grabenkämpfe. Bundestrainer Löw hatte die Folgen der schwachen Vorbereitung unterschätzt, erst jetzt gab es in Sotschi die interne Kurskorrektur. Das kann, das muss reichen, Deutschland wird sein Turnier-Gen beweisen müssen.

Löw wird dabei nichts gnadenlos umkrempeln, er glaubt felsenfest an seine Korsettstangen wie Torwart Neuer, Boateng oder Kroos. Sich dem Diktat von 80 Millionen Nebenerwerbs-Bundestrainern beugen? Niemals. Änderungen ja, Neuanfang nein, sein Plan steht. Die individuelle Klasse seines Teams muss für einen Gegner wie Schweden immer reichen. Druck hin oder her. Die Spieler erklärten, dass der Teamgeist ein anderer sein wird. Wie der von Brasilien 2014. Man kann sie beim Wort nehmen.

...
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5841787?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F197%2F2263186%2F2390094%2F
B 51: Startschuss für neue Wersebrücke
Die 100 Jahre alte „Zwei-Feld-Bogenbrücke“ ist nicht mehr tragfähig.
Nachrichten-Ticker