Abseits von Moskau
Moskaus Metro-Strecke als Volleyball-Route

Ein bisschen Träumerei in der U-Bahn, davon kann sich niemand freisprechen. Die Namen der Stationen klangen für unseren Reporter in Moskau so wie das Aufgebot der erfolgreichen russischen Volleyball-Nationalmannschaft. Der Frauen wohl gemerkt.

Sonntag, 08.07.2018, 16:00 Uhr

Abseits von Moskau: Moskaus Metro-Strecke als Volleyball-Route

Kommen Sie jemals nach Moskau, benötigen Sie zwei Dinge: die App „Gett Taxi“ für günstigste Fahrten im Auto und eine U-Bahn-Karte von Yandex Metro, auch app-gesteuert. Es ist die halbe Miete, um von A nach B, zum Beispiel von Ramenki nach Lemontovsky Prospekt zu gelangen, eine West-Ost-Tangente.

Okay, die Debatte ist nicht wirklich auf meinem Mist gewachsen, aber wenn man da so sitzt in der rumpelnden Metro, oben läuft die Glotze ohne Ton, jeder ist mit sich beschäftigt, dann denkt ein jeder über die Namen der Stationen nach. Und mit viel gutem Willen erkennt man gefühlt eine Gedächtnistour entlang der überaus erfolgreichen russischen Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen. Die Namen enden tatsächlich alle auf kaya oder naya und fühlen sich wie zwei Meter große Hallensportlerinnen an.

Erste Station: Fruzenskaya, das muss eine der Außenangreiferinnen gewesen sein, Linie 1.

Zweite Station: Kropotkinskaya, die Mittelblockerin mitten im Herzen von Moskau.

Dritte Station: Arbatskaya, muss die Libera in der Feldabwehr gewesen sein, ansonsten kann man da Souvenirs kaufen.

Vierte Station: Smolenskaya, hat schon so manche Goldmedaille mit ihren Schmetterbällen für Russland gewinnen können.

Fünfte Station: Mezhdunarodnaya, Schlüsselspielerin weil Zuspielerin, was für ein Name, die Lionel Messi des Volleyballs.

Sechste Station: Novoslobodskaya, immer zur Stelle, macht die Drecksarbeit und hat unglaubliche Aufschläge.

Fruzenskaya, Kropotkinskaya, Arbatskaya, Smolenskaya, Mezhdunarodnaya, Novoslobodskaya – trainiert von Bulvar Rokossovskogo, der seine Schäfchen im Lujniki Sportivnaya betreut. Wer diese Strecke zusammenfährt, der weiß, was Marathon ist…

Alexander

Heflik

weiß, warum

man bei Biblio

Imeni Lenin

aussteigen muss,

um zum Kreml

zu gelangen.

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