Entsetzte Fans beim Public Viewing
Das Wunder bleibt aus

Gronau -

Es heißt ja bekanntlich „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, aber bei den Fußballfans in Gronau war am Mittwoch die Euphorie zunächst kaum vorhanden. Kam zwischenzeitlich noch ein Fünkchen Hoffnung auf, so war es nach dem 2:0 der Südkoreaner gegen die deutsche Elf nur noch blankes Entsetzen.

Mittwoch, 27.06.2018, 19:08 Uhr

Fassungslosigkeit, Enttäuschung und Entsetzen – so hatten sich die überwiegend jungen Fans den Nachmittag beim Rudelgucken sicher nicht vorgestellt.
Fassungslosigkeit, Enttäuschung und Entsetzen – so hatten sich die überwiegend jungen Fans den Nachmittag beim Rudelgucken sicher nicht vorgestellt. Foto: Guido Kratzke

Auf dem ehemaligen Arminia-Sportplatz an der Ochtruper Straße hatte das Team von Hütte bei Leuders (HdL) für die WM nicht nur eine 15 Quadratmeter große Leinwand, sondern auch reichlich Versorgungspunkte aufgebaut. Das war auch das einzige, was an diesem Nachmittag für Begeisterung sorgen konnte.

Ein motivierter Fan mit großem Deutschland-Banner versuchte zwar immer wieder, die Zuschauer in der Dinkelstadt zum Anfeuern zu motivieren, aber richtige Stimmung wollte nicht aufkommen. Als dann in der zweiten Minute der Nachspielzeit der erste Gegentreffer fiel, da sprangen die ersten der mehreren Hundert vorwiegend jungen Besucher auf und verließen die WM-Arena. Nach dem zweiten Gegentor hatte fast ein Drittel der Gäste den Platz verlassen, der doch eigentlich das Nationalteam bis ins Finale begleiten sollte.

Etwas weniger Gäste verließen vorzeitig den Hofbräugarten am WZG. Einige Zuschauer klatschten nach dem Schlusspfiff, gedacht entweder als hämische Geste gegen die eigene Mannschaft oder als ehrliche Anerkennung für die Leistung der Südkoreaner.

Auch die Fans im Hofbräugarten merkten von Beginn an, dass die deutsche Mannschaft gehemmt wirkte. Echte WM-Stimmung kam nur ganz selten auf. Eher herrschte betretendes Schweigen. Nach Leon Goretzkas Steilpass in der 30. Minute ins Toraus, ahnten viele schon, was in der nächsten Stunde auf sie zukommen wird. Ein Geduldsspiel, das die Nerven strapazierte.

In der 38. Minute ließ DJ Dirk „Deutschland, Deutschland“-Gesang aus den Boxen erklingen. Die Fans stiegen aber nicht drauf ein. Drei Frauen ganz vorne an der Leinwand schwenkten wenigstens ihre kleinen schwarz-gold-goldenen Fahnen.

In Halbzeit zwei mehrten sich die kritischen Stimmen. „Guck mal, wie der da rumtrabt“, war ein Fans mit Mesut Özil nicht zufrieden.

Applaus brandete doch noch auf – und zwar in der 65. Minute. Allerdings nur wegen der gelben Karte für den Südkoreaner Heung-Min Son. Und auch das „Ja“ einiger Anhänger angesichts der sechsminütigen Nachspielzeit war nur von kurzer Dauer. Am Ende nahmen die Fans die Niederlage gefasst auf. Einige prosteten sich mit ihren Biergläsern zu. Von einer Niederlage ließen sie sich die Laune bei dem guten Wetter nicht vermiesen.

Entsetzen in Gronau

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  • Die Fans der deutschen Nationalelf nahmen die Niederlage beim Public Viewing an zwei Standorten mit Fassung Foto: Guido Kratzke
  • Die Fans der deutschen Nationalelf nahmen die Niederlage beim Public Viewing an zwei Standorten mit Fassung Foto: Rupert Joemann
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  • Die Fans der deutschen Nationalelf nahmen die Niederlage beim Public Viewing an zwei Standorten mit Fassung Foto: Rupert Joemann
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  • Die Fans der deutschen Nationalelf nahmen die Niederlage beim Public Viewing an zwei Standorten mit Fassung Foto: Guido Kratzke
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