Wirtschaft
Spielwarenmesse rückt «Toys 3.0» in den Fokus

Nürnberg (dpa) - Die weltweit größte Spielwarenmesse in Nürnberg rückt in diesem Jahr «Toys 3.0» in den Mittelpunkt. Die Branche sieht in der Verbindung von klassischem Spielzeug mit digitalen Funktionen viel Potenzial.

Donnerstag, 24.01.2013, 15:24 Uhr aktualisiert: 24.01.2013, 15:30 Uhr

«Die Türen für E-Toys stehen weit offen,» betonte am Donnerstag auch Jugendforscher Axel Dammler . Durch die Kombination von anfassbaren und elektronischen Spielzeugen entstünden völlig neue Spielebenen und Spielformen. Auf der am Mittwoch beginnenden Branchenschau werden rund 2750 Aussteller und 76 000 Fachbesucher aus aller Welt erwartet, die in den ausverkauften Hallen auf die Suche nach den neusten Trends gehen werden.

Schon seit einiger Zeit zeichnet sich ab, dass elektronisches Spielzeug immer mehr an Boden gewinnt - und inzwischen auch neueste Technologien wie Smartphones und Tablet-PCs einbindet. «Das Tablet wird immer mehr zum Spielbrett, auch mit realen Spielfiguren, und das Smartphone wird immer mehr zum Steuerelement», berichtete Dammler in Nürnberg. Schon heute spielten extrem viele Kinder und Jugendliche auf beiden Wegen - analog und digital. «Wir reden über einen Markt, der eigentlich schon da ist.»

Entsprechend betonte Dammler mit Blick auf eine aktuelle Online-Umfrage: «Wir haben kein Gegeneinander dieser beiden Spielformen, das ist auch keine Wachablösung, die da stattfindet, das ist eine friedliche Koexistenz.» Der Spielwarenbranche schrieb er ins Stammbuch, dem auch finanziell lukrativen Trend nicht zu lange passiv gegenüberzustehen - sonst würden andere die Nachfrage bedienen. «Irgendwann ist der Zug dann auch abgefahren.»

Im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Staaten sei der Markt in Deutschland im vergangenen Jahr um drei Prozent auf 2,78 Milliarden Euro gewachsen, berichtete Werner Lenzner vom Marktforschungsunternehmen npdgroup Deutschland. Ihmzufolge war 2012 besonders elektronisches Lernspielzeug gefragt: Die zwei bestverkauften Produkte seien Tablet-PCs für Kinder gewesen. Zudem habe der Umsatz mit Spielsachen für Mädchen ungewohnt stark zugelegt.

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