Anno Lederer tritt am 18. Juni ab
Chefwechsel bei der GAD

Münster -

GAD-Chef Anno Lederer geht vorzeitig in den Ruhestand. Der Vorstandsvorsitzende des münsterischen IT-Dienstleisters scheidet am 18. Juni aus dem Amt.

Freitag, 14.03.2014, 17:03 Uhr

Anno Lederer tritt am 18. Juni ab : Chefwechsel bei der GAD
Der IT-Dienstleister GAD – hier die Zentrale in Münster – steht vor der Fusion mit der Karlsruher Fiducia. Schon im Juni geht der langjährige GAD-Chef Anno Lederer in den Ruhestand. Nachfolger wird Claus-Dieter Toben. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Chef des münsterischen IT-Dienstleisters GAD, Anno Lederer , geht schon vor Erreichen des 65. Geburtstags in den Ruhestand : Wie das Unternehmen am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte, werde der 63-jährige Lederer „im engsten Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat“ sein Mandat zum 18. Juni niederlegen und in den „wohlverdienten Ruhestand“ gehen. Seine Nachfolge als

Anno Lederer

Anno Lederer

Vorstandsvorsitzender der GAD trete dann Claus-Dieter Toben (59) an. Toben ist seit Ende 2013 bereits stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Mit dieser lange vorbereiten Nachfolgeregelung wird die Neuausrichtung der Führung der GAD zum Abschluss gebracht“, .sagte Vorstandschef Anno Lederer. Bereits Mitte des vergangenen Jahres habe Lederer selbst die  Nachfolgeregelung angestoßen, hieß es vonseiten der

Dieter Toben

Dieter Toben

GAD. Lederer war seit dem Jahr 2004 Chef des IT-Dienstleisters im Volksbankensektor.

Auch die erneute Fusionsgespräche mit der Fiducia in Karlsruhe, über die unsere Zeitung bereits im Dezember berichtet hatte, werden konkreter. Der Aufsichtsrat habe jetzt den Vorstand beauftragt, die Gespräche fortzuführen und den Zusammenschluss beider Unternehmen zum 1. Januar 2015 vorzubereiten, so die GAD. Der Chefwechsel hänge aber nicht mit der geplanten Fusion zusammen, hieß es aus Firmenkreisen.

Erste, wichtige Eckpunkte für den Zusammenschluss stehen bereits fest: Dazu zählen der Einsatz des Fiducia-Bankenverfahrens „Agree“ auch bei den GAD-Banken sowie die Sicherung des Standortes Münster . Synergie sollen vor allem durch die Gewinnung neuer Aufträge gewonnen werden, gab das Unternehmen bekannt. In den kommenden Monaten soll weiter verhandelt werden. Im Herbst sollen die Hauptversammlung der Fiducia und die Generalversammlung der GAD die Fusion zum Jahreswechsel endgültig beschließen.

Mit dem neuen Fusionsanlauf, der – wie zu hören ist – auf Druck der Volksbanken als Eigentümer unternommen wird, muss die GAD-Belegschaft wieder zittern. Schon im Dezember war ein durch die Fusion angestrebtes Einsparvolumen von 120 Millionen € genannt worden. Beim letzten Fusionsversuch, der im Juli 2012 gescheitert war, wurde für das neue Unternehmen eine Einsparung von 800 Stellen geplant. Die GAD beschäftigt in Münster rund 1700 Mitarbeiter. Bewertungs- und Standortfragen, aber offenbar auch persönliche Differenzen, ließen die Verhandlungen im vergangenen Jahr scheitern.

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