Altersvorsorge
Weg frei für Entlastung der Betriebsrentner?

Münster -

Die Betriebsrente soll die zweite Säule der Altersvorsorge sein – doch wird sie immer unbeliebter. Grund sind die hohen Krankenkassenbeiträge, die im ­Alter fällig werden. Das könnte sich schon bald ändern.

Donnerstag, 04.10.2018, 20:32 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 04.10.2018, 20:32 Uhr
 Bezieher einer Betriebsrente könnten schon zum Jahresbeginn 2019 deutlich entlastet werden.
 Bezieher einer Betriebsrente könnten schon zum Jahresbeginn 2019 deutlich entlastet werden. Foto: dpa

Dennoch sind zurzeit noch rund 57 Prozent der sozialver­sicherungspflichtig Beschäftigten Anwärter auf eine Betriebsrente. Sie könnten von einem Plan der Bundesregierung profitieren, die eine Halbierung der Beitragslast vorsieht. Nach Informationen des „Handelsblatts“ haben nun auch die Krankenkassen in einer Stellungnahme zum Versicherungsentlastungsgesetz einer Halbierung der Beitragspflicht in der Betriebsrente zugestimmt. Der Vorschlag stammt von der SPD, wird aber offenbar auch von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) unterstützt.

Die Anhebung der Ver­sicherungspflicht hatte die damalige rot-grüne Bundesregierung im Jahr 2004 durchgesetzt. Seitdem gibt es die Verpflichtung für gesetzlich Krankenversicherte, auf Versorgungsbezüge – wie eine betriebliche Altersversorgung – neben dem Arbeitnehmerbeitrag auch den Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung zu zahlen. Die nun geplante Entlastung der Betriebsrentner könnte zusammen mit der ohnehin geplanten Halbierung der Zusatzbeiträge zu Jahresbeginn 2019 wirksam werden.

Mehr als sieben Millionen Arbeitnehmer haben derzeit Ansprüche auf eine Betriebsrente. Die geltende Regelung sei „gefühlt und rechtstechnisch ungerecht“, hatte der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mehrfach betont. Eine rückwirkende Änderung soll es wegen der hohen Kosten ­allerdings nicht geben.

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