Ausschluss vom globalen System
Swift kappt Irans Banken Zugang zu Zahlungsverkehrssystem

Brüssel (dpa) - Die Zahlungsverkehrsorganisation Swift hat wegen der neuen US-Sanktionen gegen den Iran bestimmten iranischen Banken den Zugang zu seinem Datenaustausch-System gesperrt.

Montag, 05.11.2018, 17:10 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 05.11.2018, 17:05 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 05.11.2018, 17:10 Uhr
Hinter dem Feld BIC verbirgt sich der Swift-Code - auf einem Formular für Auslandsüberweisungen.
Hinter dem Feld BIC verbirgt sich der Swift-Code - auf einem Formular für Auslandsüberweisungen. Foto: Fredrik von Erichsen

Der Schritt sei bedauerlich, aber im Interesse der Stabilität und Integrität des globalen Finanzsystems unternommen worden, teilte Swift mit. Ziel bleibe es, ein globaler neutraler Anbieter zu bleiben.

Swift wickelt für mehr als 11.000 Finanzinstitute in mehr als 200 Ländern weltweit Nachrichten und Finanztransaktionen über gesicherte Netze ab. Wenn Banken Swift nicht mehr nutzen können, kann dies fatale Folgen für ihre Geschäfte haben, weil sie damit quasi vom globalen Finanzsystem ausgeschlossen werden.

Auf die Frage, welche iranischen Banken konkret betroffen sind, wollte sich eine Sprecherin nicht äußern.

Die zusätzlichen US-Sanktionen traten am Montag um 6.00 Uhr MEZ in Kraft und sollen vor allem die Ölindustrie, den Finanzsektor sowie den Hafenverkehr des Irans lähmen. Damit wollen die USA den Iran zwingen, das Atomabkommen von 2015 neu zu verhandeln, militärisch im Raketenbereich abzurüsten und seinen Einfluss in Ländern wie Syrien und dem Libanon aufzugeben.

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