Börse in Frankfurt
Dax ändert sich kaum - Anleger sind Brexit-Chaos gewöhnt

Frankfurt/Main (dpa) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben gelassen auf die klare Ablehnung des Brexit-Abkommens durch das britische Parlament reagiert.

Mittwoch, 16.01.2019, 12:19 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 12:24 Uhr
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Der Dax schwankte zwischen moderaten Kursaufschlägen und ebenso moderaten Verlusten. Gegen Mittag stand er mit 0,07 Prozent wieder leicht im Plus bei 10.899,76 Punkten.

Für den MDax ging es um 0,13 Prozent hoch auf 22.667,93 Zähler. Auch der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte leicht zu.

Vom ungeordneten bis zu einem späteren oder gar keinem Brexit seien nun wieder alle Optionen auf dem Tisch, sagte Jochen Stanzl, Analyst bei CMC Markets. Wirklich schlauer sei auf dem Börsenparkett derzeit keiner.

Mit 432 zu 202 Stimmen hatten die Abgeordneten in London am Dienstagabend den von Premierministerin Theresa May mit Brüssel ausgehandelten Deal abgelehnt. May muss sich nun an diesem Mittwoch einer Misstrauensabstimmung im Parlament stellen.

Im Dax erholten sich die Anteile der Deutschen Post und der Lufthansa mit plus 2,1 beziehungsweise plus 1,9 Prozent von ihren Vortagesverlusten.

Die Deutsche Bank gewann ebenfalls mehr als 2 Prozent. Hier nährte ein weiterer Pressebericht über ein mögliches Zusammengehen mit der Commerzbank die Fusionsfantasie. Auch die Papiere der Commerzbank verteuerten sich im MDax um 2 Prozent.

Deutliche Bewegungen zeigten die Aktien von Fuchs Petrolub. Die Anteile des Schmierstoffherstellers gewannen an der MDax-Spitze 4,4 Prozent. Die Papiere des Anlagenbauers Gea Group verloren 1,1 Prozent. Die Gesellschaft ist stark auf die Molkereiwirtschaft ausgerichtet.

Zudem stiegen im SDax die Papiere des IT-Dienstleisters Cancom im Wert mit plus 4,6 Prozent. Zooplus sackten am SDax-Ende um 3,7 Prozent ab, SGL legten um 6,1 Prozent zu.

Negative Nachrichten gab es vom Online-Möbelversender Home24, der im vergangenen Jahr weniger umgesetzt hat als zuletzt noch gehofft. Die im Sommer an die Börse gebrachte Rocket-Internet-Beteiligung hatte erst im November die Prognose für das währungsbereinigte Umsatzplus von rund 30 Prozent auf mehr als 20 Prozent gesenkt. Die Aktien verloren mehr als 9 Prozent.

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