BASF Coatings legt Report vor
Weißer Lack ist der Renner

Münster-Hiltrup -

Die metallischen Effekte werden immer intensiver, die Linie der Karosserie durch Perleffekte noch geschmeidiger gezeichnet – so beschreibt Mark Gutjahr, Leiter Automotive Color Design Europa bei BASF Coatings in Münster-Hiltrup, die jüngsten Trends in der Forschung für Autolacke.

Mittwoch, 09.01.2019, 20:18 Uhr
Hunderte verschiedener Lackfarben stehen für die Gestaltung der Autokarosserie zur Auswahl.
Hunderte verschiedener Lackfarben stehen für die Gestaltung der Autokarosserie zur Auswahl. Foto: dpa

„Die Möglichkeiten bei der Verwendung von Effektpigmenten entwickeln sich kontinuierlich weiter, und werden durch neuartige und moderne Ideen geprägt “, erklärte Gutjahr am Mittwoch.

Mittlerweile hat der Lack von zwei Drittel der weltweit verkauften Autos einen Metallic- oder Perleffekt. Schwarze oder graue Pkw sind fast immer mit seinem solchen hochwertigeren Lack bestückt. Bei helle Farbtönen sind wird er seltener aufgebracht. Weltweit klar dominierend sind laut BASF Coatings die achromatischen Farbtöne Weiß, Schwarz, Grau und Silber. Fast 80 Prozent der neuen Auto-Karosserien waren 2018 mit diesen Lackarten überzogen.

Bei den „echten“ Farben, von BASF chromatisch genannt, war Blau im vergangene Jahr besonders gefragt – gefolgt von Rot. In bunten Farben leuchten fast ausnahmslos Klein- und Kompaktwagen. In den größeren Fahrzeugklassen sind diese Farbtupfer sehr selten.

Allerdings stellt BASF in seinem alljährlich erstellten Farb-Report fest, dass sich die Vorlieben der Autofahrer in den verschieden Weltregionen unterschieden. Zwar liegt Weiß überall vorn. Während der Anteil dieser Farbe in Nordamerika und Europa bei lediglich 28 bzw. 31 Prozent liegt, ist er im Asien-Pazifik-Raum auf über die Hälfte (53 Prozent) geklettert. Nur in Europa hat Grau den schwarzen Lack im vergangenen Jahr überholt und erreicht damit Rang zwei. Bei den chromatischen Farben liegt Blau überall vorn, nur in Nordamerika ist Rot bei Kleinwagen gefragter.

Die Vielfalt der Lackfarben ist enorm. Allein 110 Grauvarianten stünden zur Auswahl. Blau gebe es sogar in rund 140 Schattierungen, berichtete BASF Coatings.

Doch die münsterische BASF-Tochter beschäftigt sich nicht nur mit Farbtrends und Effekten, sondern sie entdeckt zunehmend auch das Thema Nachhaltigkeit. Es gebe beispielsweise Beschichtungen, die einen verkürzten Trocknungsprozess ermöglichen und damit den CO-Ausstoß um bis zu 20 Prozent senken, teilte das Unternehmen mit. Auch Wasserbasislacke, die strengen globalen Vorschriften zur Reduzierung des Gehalts an flüchtigen organische Verbindungen genügen, würden produziert, hieß es weiter.

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