Insolvenzverwalter dämpft Hoffnungen
Germania-Kunden werden leer ausgehen

Berlin/Greven -

Kunden der Pleite-Airline Germania werden definitiv auf ihren Kosten sitzen bleiben. Der vorläufige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg sieht keine Chance, dass Kunden ihre Flüge von einem möglichen neuen Investor ersetzt bekommen könnten. 

Dienstag, 05.03.2019, 19:00 Uhr aktualisiert: 05.03.2019, 20:02 Uhr
Insolvenzverwalter dämpft Hoffnungen: Germania-Kunden werden leer ausgehen
Die Fluglinie Germania hat ihren Betrieb eingestellt. Auch Passagiere aus Münster sind von der Pleite betroffen. Foto: dpa

„Dann würde der Investor gleich von Anfang an Verluste machen und wäre damit sicher überfordert“, sagte Wienberg . Denkbar wäre höchstens, dass ein möglicher Investor den Kunden mit Gutscheinen finanziell etwas entgegenkommt. Wienberg betonte aber: „Am Ende entscheidet das der Investor.“

Kunden, die direkt bei Germania einen Flug gebucht haben, bekommen ihre Kosten nicht erstattet. Sie sind Vertragspartner der Airline und die Forderungen fallen damit unter das Insolvenzrecht. Unlängst hieß es, dass mehr als eine Viertelmillion Flugbuchungen betroffen sind. Anders sieht es aus, wenn Kunden bei einem Reiseveranstalter gebucht haben. „Dann haben die Kunden nach wie vor den Anspruch darauf, dass der Reiseveranstalter ihnen den Urlaubsflug organisiert“, ergänzte Wienberg.

Forderungen trotzdem anmelden

Der vorläufige Insolvenzverwalter ermutigte zugleich Germania-Kunden, ihre Insolvenz-Forderungen bei ihm anzumelden; allerdings erst, wenn das eigentliche Insolvenzverfahren begonnen habe. Derzeit läuft noch die Phase des vorläufigen Insolvenzverfahrens.

Anfang Februar hatte die Berliner Fluggesellschaft mit fast 1700 Mitarbeitern Insolvenz angemeldet. Germania steuerte viele Reiseziele im Mittelmeerraum an. Jährlich beförderte die Airline nach eigenen Angaben mehr als vier Millionen Passagiere. Momentan steht der vorläufige Insolvenzverwalter in Kaufverhandlungen für große Teile der Airline.

Der FMO-Sommerflugplan 2020

1/21
  • Diese Flugziele werden im Sommer 2020 vom FMO bedient:

    Foto: dpa
  • 8. Groningen, Niederlande (AIS Airlines)

    Die Studentenstadt im Nordosten der Niederlande bietet mehr als Fietsen und Grachten.

    Foto: Jonas Wiening
  • 1. Adana, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Die fünftgrößte Stadt der Türkei nahe der Mittelmeerküste liegt etwa 160 Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

    Foto: dpa
  • 2. Antalya, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Der Hauptort der „Türkischen Riviera”, die für ihre langen Sandstrände bekannt ist, hat selbst eine Steilküste.

    Foto: dpa
  • 3. Berlin-Tegel, Deutschland (AIS Airlines)

    Montags bis freitags fliegt morgens jeweils eine Maschine in die Hauptstadt und nachmittags eine zurück.

    Foto: dpa
  • 4. Bodrum, Türkei (Corendon)

    Die Stadt an der Ägäis liegt direkt gegenüber der griechischen Insel Kos.

    Foto: Florian Sanktjohanser/dpa/tmn
  • 5. Frankfurt am Main, Deutschland (Lufthansa)

    Das deutsche Drehkreuz im internationalen Flugverkehr.

    Foto: dpa
  • 6. Fuerteventura, Spanien (Corendon)

    Auf der zweitgrößten Kanarischen Insel ist es ganzjährig warm und es weht stets ein kühlender Wind.

    Foto: dpa
  • 7. Gran Canaria, Spanien (Corendon)

    Foto: dpa
  • 9. Heraklion, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 10. Hurghada, Ägypten (Corendon und Fly Egypt)

    Foto: dpa
  • 11. Izmir, Türkei (Sun Express, Corendon)

    Foto: dpa
  • 12. Kayseri, Türkei (Sun Express)

    Das Zentrum Kappadokiens liegt in der Nähe des Nationalparks Göreme.

    Foto: dpa
  • 14. Kos, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 15. München, Deutschland (Lufthansa)

    Foto: dpa
  • 16. Palma de Mallorca, Spanien (Eurowings, Laudamotion)

    Foto: dpa
  • 17. Rhodos, Griechenland (Corendon)

    Foto: dpa
  • 18. Stuttgart, Deutschland (AIS Airlines)

    Foto: dpa
  • 19. Teneriffa, Spanien (Corendon)

    Foto: dpa
  • 20. Wien, Österreich (Laudamotion)

    Vier mal pro Woche geht es von Greven in die Hauptstadt Österreichs.

    Foto: colourbox.de
  • 13. Kopenhagen, Dänemark (AIS Airlines)

    Im Ranking der besten Städtereiseziele 2019 des „Lonely Planet” lag die dänische Hauptstadt auf Platz eins.

    Foto: dpa

Es liegen den Angaben zufolge zwei Angebote vor. Wienberg sagte: „Jetzt sind wir auf der Ebene, dass wir den Kaufvertrag entwickeln, damit wir darüber diskutieren können.“ Insolvenzrechtlich sei ein Verkauf der Airline erst nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens möglich. Über den Eröffnungstermin entscheidet ein Gericht auf Grundlage eines Gutachtens des vorläufigen Insolvenzverwalters.

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