Börse in Frankfurt
Dax steigt auf höchsten Stand seit einem halben Jahr

Frankfurt/Main (dpa) - Die Hoffnung auf eine bessere Konjunktur hat den Dax am Dienstag auf den höchsten Stand seit gut einem halben Jahr getrieben. Mit einem Plus von 0,67 Prozent auf 12.101,32 Punkte knüpfte der Dax an die Stärke der vergangenen Monate an.

Dienstag, 16.04.2019, 21:10 Uhr aktualisiert: 16.04.2019, 21:12 Uhr
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Die Gewinne waren breit gestreut, von den 30 Dax-Titeln schlossen nur acht mit teilweise moderaten Verlusten. Die Erwartungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung an die Konjunktur waren im April zum sechsten Mal in Folge gestiegen - und stärker als erwartet. Enttäuscht hätten dagegen Konjunkturdaten aus den USA, wovon sich der deutsche Aktienmarkt am Dienstag jedoch nicht beirren ließ.

Seit Jahresbeginn steht für den Leitindex Dax ein Plus von fast 15 Prozent zu Buche. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel legte um 0,75 Prozent auf 25.774,37 Zähler zu, womit sich der Aufschlag in diesem Jahr auf fast 20 Prozent summiert.

Unternehmensseitig standen Geschäftsberichte von Unternehmen im Blick. Am Vorabend hatten die Lufthansa und Zalando über die ersten drei Monate des neuen Jahres informiert. Belastet von hohen Treibstoffkosten und Überkapazitäten hatte Lufthansa zwar einen Verlust erlitten, die Jahresziele aber bekräftigt. Letzteres hoben Analysten positiv hervor. Die Aktie der Fluggesellschaft rückte um 0,9 Prozent vor.

Der Online-Modehändler Zalando begeisterte indes die Investoren mit den Prognosen für das erste Quartal. Das Papier legte um gut 10 Prozent zu. Statt eines am Markt erwarteten Verlustes rechnet der MDax-Konzern mit einem Gewinn. Noch im September hatte das Management zum wiederholten Mal für 2018 eine Umsatz- und Gewinnwarnung ausgegeben.

Papiere der Commerzbank legten um 3,1 Prozent zu. Einen Teil des Gewinns erzielten sie im späten Handel nach Veröffentlichung eines Berichts vom «Manager Magazin» über ein Kaufinteresse des niederländischen Finanzkonzerns ING an der Commerzbank. Sprecher der ING, der Commerzbank sowie des Bundesfinanzministeriums wollten den Bericht auf Nachfrage nicht kommentieren.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,01 Prozent. Der Rentenindex Rex stagnierte bei 142,52 Punkten. Der Bund-Future gab am Abend um 0,05 Prozent auf 164,59 Punkte nach.

Der Eurokurs bewegte sich kaum und lag zuletzt bei 1,1292 US-Dollar. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1305 (Montag: 1,1313) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8846 (0,8839) Euro gekostet.

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