Bilanz der Provinzial Nord-West
Neue Strategie bringt kräftigen Gewinnsprung

Münster -

Die Provinzial Nord-West bereitet sich auf die Fusion mit der Provinzial Rheinland vor. Als Basis dafür hat das münsterische Unternehmens jetzt eine Bilanz für 2018 vorgelegt, die sich sehen lassen kann.

Freitag, 24.05.2019, 15:32 Uhr aktualisiert: 24.05.2019, 16:30 Uhr
Bilanz der Provinzial Nord-West: Neue Strategie bringt kräftigen Gewinnsprung
Konzernchef Dr. Wolfgang Breuer Foto: dpa

Auf dem Weg zur Fusion mit der Provinzial Rheinland hat der Provinzial-Nord-West-Konzern (Münster) eine Erfolgsbilanz vorgelegt. Der Gewinn sei im vergangenen Jahr um zehn Prozent, die Beitragseinnahmen um 3,4 Prozent „deutlich über dem Marktdurchschnitt von 2,3 Prozent“ gewachsen, teilte der Versicherer am Freitag in einer Pressemitteilung mit. Die gesamten gebuchten Beitragseinnahmen lagen bei 3,46 Milliarden € .

Mit Blick auf den geplanten Zusammenschluss mit dem rheinischen Partner wiederholte Provinzial-Pressesprecher Jörg Brokkötter das Versprechen, dass bis zum Sommer die Gutachten über den jeweiligen Unternehmenswert als Basis für die Fusion vorlägen. Weitere Auskünfte zu diesem Thema wolle das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt nicht geben.

„Wir sind sowohl auf der Wachstums- als auch auf der Ertragsseite mit viel Schwung vorangekommen“, freute sich indes Konzernchef Dr. Wolfgang Breuer. „Mit vereinten Kräften haben Innen- und Außendienst zu dieser sehr guten Geschäftsentwicklung beigetragen.“ Das Konzernergebnis vor Steuern sei von 141,7 Millionen auf 156 Millionen €  geklettert. „Unsere strategische Neuaufstellung greift also“, so der Vorstandsvorsitzende.

Um 3,1 Prozent auf knapp über zwei Milliarden €  steigerte der Provinzial-Konzern seine Beitragseinnahmen in der Schaden- und Unfallversicherung. Stärkster Wachstumsträger war hier die Wohngebäudeversicherung, die ein Beitragsplus von 5,7 Prozent verbuchte. In der Kfz-Sparte lag der Anstieg lediglich bei 2,9 Prozent.

Trotz des Beitragszuwachses brachen die Erträge in der Schaden- und Unfallsparte massiv ein. Das sogenannte „versicherungstechnische Bruttoergebnis“ sank im Vergleich zu 2017 von 219,8 auf nur noch 70,6 Millionen € . Vor allem das Orkantief „Friederike“ ließ die Schadenaufwendungen um über 16 Prozent auf 1,4 Milliarden €  steigen. Allerdings erhöhte sich das Nettoergebnis durch Leistungen der Rückversicherer und der Auflösung von Teilen der Schwankungsreserven.

In der Lebensversicherung steigert die Provinzial ihre Beitragseinnahmen um 4,1 Prozent auf 1,46 Milliarden € . Jedoch basiert der Zuwachs insbesondere auf dem wachsenden Geschäft gegen Einmalbeiträge, das um nahezu 13 Prozent auf 529,4 Millionen €  zulegte.

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