Schelte für Chef Max Conze
«Wahnsinn»: Vorstandsgehalt ärgert ProSiebenSat.1-Aktionäre

Der italienische Fernsehkonzern Mediaset hat sich kurz vor der Hauptversammlung von ProSiebenSat.1 als neuer Großaktionär vorgestellt. Dabei haben die Anteilseigner eine Menge Wut im Bauch.

Mittwoch, 12.06.2019, 13:30 Uhr aktualisiert: 12.06.2019, 13:32 Uhr
Max Conze, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1, muss sich bei der Hauptversammlung auf Kritik einstellen.
Max Conze, Vorstandsvorsitzender von ProSiebenSat.1, muss sich bei der Hauptversammlung auf Kritik einstellen. Foto: Sina Schuldt

München (dpa) - Aktionärsvertreter haben die kräftig erhöhten Vorstandsbezüge beim Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 scharf kritisiert. Der Börsenwert sei halbiert worden und dann die Vorstandsgehälter um 60 Prozent gesteigert.

Das erscheine wie «der blanke Wahnsinn», sagte Elisa Haralampides von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (Sdk) am Mittwoch auf der Hauptversammlung .

Drei Millionen Euro Antrittsprämie für den vor einem Jahr gekommenen Vorstandschef Max Conze seien angesichts des heutigen Zustands der Firma jedenfalls «nicht nachvollziehbar».

Auch Daniela Bergdolt von der Deutschen Schutzvereinigung für Wetpapierbesitz sagte, sie könne die sehr erheblichen Zahlungen nicht ganz verstehen. Conze lege den Fokus auf die richtigen Entwicklungen, aber ProSiebenSat.1 erkaufe sich seine Qualitäten «vielleicht ein bisschen zu teuer».

Der Deutsche-Börse-Aufsichtsrat Johannes Witt sagte als Privataktionär von ProSiebenSat.1, obwohl Gewinn, Dividende und Aktienkurs schrumpften, habe Conze in den ersten sieben Monaten 5,5 Millionen Euro erhalten. Das Jahresgehalt von Conzes Stellvertreter Conrad Albert sei auf 3,7 Millionen Euro verdoppelt worden.

Keine Kritik gab es dagegen an der Dividendenkürzung um rund 40 Prozent. Bergdolt sagte, das sei zwar happig, aber es sei «viel wichtiger, das das Unternehmen nun die Kurve kriegt und investiert».

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