Kriselnde Fluglinie
Konzern der Benetton-Familie erwägt Einstieg bei Alitalia

Gesucht wird ein Mitinvestor für die angeschlagene italienische Fluglinie Alitalia. Nun meldet sich der Infrastrukturkonzern Atlantia, der zum Benetton-Imperium gehört.

Freitag, 12.07.2019, 10:37 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 10:40 Uhr
Der italienischen Infrastrukturkonzern Atlantia, der von der Familie Benetton kontrolliert wird, erwägt einen Einstieg bei der maroden Fluglinie Alitalia.
Der italienischen Infrastrukturkonzern Atlantia, der von der Familie Benetton kontrolliert wird, erwägt einen Einstieg bei der maroden Fluglinie Alitalia. Foto: Christoph Schmidt

Rom (dpa) - Ein italienischer Infrastrukturkonzern, der von der Familie Benetton kontrolliert wird, erwägt einen Einstieg bei der kriselnden Fluglinie Alitalia.

Unternehmenschef Giovanni Castellucci werde die Nachhaltigkeit des Plans und die notwendigen Eingriffe, die zum Aufschwung der Airline notwendig seien, prüfen, teilte der Konzern Atlantia am Donnerstagabend mit.

Gesucht wird ein Mitinvestor für die staatliche Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato (FS), um Alitalia zu retten. Die Frist dafür wurde bereits mehrmals verschoben und endet nun an diesem Montag.

Atlantia war letztes Jahr in die Schlagzeilen geraten, weil der Konzern den Autobahnbetreiber Autostrade per l'Italia kontrolliert, den vor allem Industrieminister und Vize-Premier Luigi Di Maio und seine Fünf-Sterne-Bewegung für den Brückeneinsturz von Genua verantwortlich machen. Das Unternehmen betreibt auch den Flughafen Fiumicino in Rom, den Sitz von Alitalia.

Der ehemalige Staatskonzern hatte vor mehr als zwei Jahren Insolvenz angemeldet und fliegt mit einem Brückenkredit der italienischen Regierung. Innenminister Matteo Salvini nannte Atlantia am Freitag einen «ernsthaften» Partner. Es stünden 11 000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

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