Börse in Frankfurt
Dax lässt 12.000 Punkte weit hinter sich

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag seine vor dem Wochenende begonnene Erholung fortgesetzt. Von schwachen Daten zu heimischen Industrieaufträgen ließ sich der deutsche Leitindex kaum beeindrucken.

Montag, 07.10.2019, 18:35 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 18:38 Uhr
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Er baute im Handelsverlauf seine Gewinne aus und schloss 0,70 Prozent fester bei 12.097,43 Punkten. Damit stieg er weiter über die runde Marke von 12.000 Punkten, die er schon am Freitag zurückerobert hatte. Für den MDax , im dem sich die mittelgroßen deutschen börsennotierten Unternehmen versammeln, ging es am Montag letztlich um 0,32 Prozent auf 25.615,96 Punkte hoch.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,71 Prozent bei 3471,24 Punkten. Für die nationalen Indizes in Paris und London ging es in einer ähnlichen Größenordnung bergauf. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial konnte derweil bis zum europäischen Handelsende seine moderaten Verluste wettmachen.

Im Dax gehörten die Aktien von Wirecard mit einem Plus von 2,7 Prozent zur Spitzengruppe. Als Kurstreiber erwies sich eine optimistische Studie der US-Bank JPMorgan , die vor dem anstehenden Kapitalmarkttag Hoffnung auf höhere mittel- und langfristige Ziele des Zahlungsdienstleisters gab.

Ebenfalls gefragt waren die Anteilscheine von Bayer, die fast anderthalb Prozent gewannen. Bei dem Pharma- und Agrarchemiekonzern machte es den Anlegern neue Hoffnung auf eine außergerichtliche Einigung, dass der nächste US-Prozess um den Unkrautvernichter Glyphosat nach einer Vereinbarung beider Seiten auf Anfang 2020 vertagt werden soll.

Am Dax-Ende fand sich dagegen die Continental-Aktie mit einem Abschlag von über einem Prozent wieder. Sie folgte besonders ausgeprägt der europaweit gedämpften Stimmung im Autosektor, dessen Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 weit unten rangierte. Allgemein gefragt waren eher defensive Branchen wie etwa Telekommunikation, Lebensmittel und Gesundheit.

Die Anteilscheine von Osram sackten als MDax-Schlusslicht um über drei Prozent auf 39,49 Euro ab, nachdem die geplante Übernahme durch den Sensorhersteller AMS wegen einer verfehlten Annahmeschwelle geplatzt ist. Weitere Gespräche gelten nun als möglich, aber auch eine Offerte durch die zuletzt ebenfalls interessierten Finanzinvestoren Advent und Bain. Einen Störfaktor sehen Experten dann aber in der Tatsache, dass AMS durch bisherige Anteilskäufe schon zum größten Anteilseigner geworden ist.

Unter den Favoriten im Nebenwerte-Index SDax waren die Aktien von Hypoport, die um mehr als fünf Prozent in die Höhe schnellten. Das Wachstum mit dem Finanzierungsmarktplatz Europace ließ die Anleger bei den Papieren des FinTech-Unternehmens munter zugreifen.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,59 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,02 Prozent auf 146,20 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,14 Prozent auf 174,25 Zähler.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,0982 US-Dollar. Den Referenzkurs hatte die Europäische Zentralbank (EZB) zuvor auf 1,0993 (Freitag: 1,0979) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9097 (0,9108) Euro gekostet.

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