Schrittweise Öffnung
Welche Corona-Regeln in welchem Bundesland gelten

Gastronomie, Tourismus, Schulen, Museen - in vielen Lebensbereichen bekommen die Bundebürger Tag für Tag wieder mehr Freiheiten. Doch nicht in allen Bundesländern gelten die selben Regeln. Ein Überblick.

Mittwoch, 03.06.2020, 11:16 Uhr aktualisiert: 03.06.2020, 11:22 Uhr
Gaststätten dürfen in allen Bundesländern unter Hygiene-Vorgaben wieder öffnen.
Gaststätten dürfen in allen Bundesländern unter Hygiene-Vorgaben wieder öffnen. Foto: Britta Pedersen

Berlin (dpa) - Die Bundesländer können im Kampf gegen dieCorona-Pandemie über die schrittweise Öffnung des öffentlichen Lebensweitgehend in eigener Verantwortung entscheiden. Hier der aktuelleStand der Lockerungen in den Ländern bei ausgewähltenLebensbereichen.

Wichtig: Die Lockerungen erfolgen in aller Regel unter Auflagen wieAbstands- und Hygienebestimmungen. Zudem gilt weiterhin diebundesweite Maskenpflicht in Handel und Nahverkehr.

1) Restaurants und Bars

BADEN-WÜRTTEMBERG: Speiselokale, Kneipen und Bars dürfen öffnen.

BAYERN: Restaurants dürfen sowohl die Außenbereiche als auch dieInnenräume öffnen. Für auf den Getränkeausschank ausgerichtete Lokalewie Bars gibt es noch keine Perspektive.

BERLIN: Kneipen und Bars können wieder öffnen, Gäste müssen aber anTischen Platz nehmen. Restaurants und Gaststätten sind ebenfallsgeöffnet.

BRANDENBURG: Restaurants können öffnen, Bars bleiben geschlossen.

BREMEN: Restaurant- und Kneipenbesuche sind möglich. Es gelten einThekenverbot, Sitzplatz- und Bedienpflicht. Bars bleiben weiterhingeschlossen.

HAMBURG: Restaurants sind offen, eine Öffnung von Bars wird geprüft.

HESSEN: Gaststätten und Bars sind geöffnet, vorgeschrieben ist einMindestabstand von 1,5 Metern zwischen Gästen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen nochgeschlossen bleiben.

NIEDERSACHSEN: Restaurants sind geöffnet, Bars noch zu.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Restaurants sind geöffnet. Bars müssen meistgeschlossen bleiben, entschieden wird im Einzelfall vor Ort.

RHEINLAND-PFALZ: Gaststätten und Bars dürfen öffnen. Essen undTrinken darf wieder an der Theke abgeholt werden.

SAARLAND: Restaurants und andere Gaststätten dürfen wieder öffnen.Unter anderem muss das Personal Mundschutz tragen, die Gaststättenmüssen um 23.00 Uhr schließen.

SACHSEN: Restaurants und Bars dürfen öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Alle Restaurants und Bars dürfen wieder öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Restaurants und Bars können öffnen.

THÜRINGEN: Restaurants und Bars können öffnen.

2) Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze

BADEN-WÜRTTEMBERG: Ferienwohnungen und Campingplätze können wiederöffnen, genauso wie Hotels - allerdings noch ohne dieWellnessbereiche.

BAYERN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wiederöffnen.

BERLIN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze können öffnen.

BRANDENBURG: Ferienwohnungen und Hotels dürfen Gäste aufnehmen. AuchCampingplätze sind geöffnet.

BREMEN: Hotels und Ferienwohnungen dürfen öffnen, Campingplätzeebenso.

HAMBURG: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen Gästebeherbergen.

HESSEN: Hotels und Ferienwohnungen können aufsperren, Campingplätzeihre Tore öffnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Hotels und Ferienwohnungen sind geöffnet.Gleiches gilt für Campingplätze.

NIEDERSACHSEN: Ferienwohnungen und Campingplätze sind geöffnet.Hotels dürfen mit maximal 60 Prozent Auslastung betrieben werden.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze könnenaufmachen.

RHEINLAND-PFALZ: Hotels dürfen wieder für Touristen öffnen,Ferienwohnungen wieder vermietet werden. Auch Campingplätze sindwieder offen.

SAARLAND: Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze dürfen wieder fürden Tourismus öffnen.

SACHSEN: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen können öffnen.

SACHSEN-ANHALT: Ferienwohnungen können öffnen, Hotels undCampingplätze ebenfalls.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Besuche sind möglich - in Ferienwohnungen, Hotelsund auf dem Campingplatz.

THÜRINGEN: Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen dürfenaufmachen.

3) Freibäder und Freizeitparks

BADEN-WÜRTTEMBERG: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder unterAuflagen vom 6. Juni an.

BAYERN: Freizeitparks dürfen öffnen, Freibäder und Schwimmbadanlagenim Freien ab 8. Juni.

BERLIN: Freibäder können öffnen. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

BRANDENBURG: Freizeitparks und Freibäder können wieder öffnen.

BREMEN: Die ersten Freibäder können öffnen, ab 15. Juni sollenFreibäder bei Vorlage eines Hygienekonzeptes generell geöffnetwerden. Größere Freizeitparks gibt es nicht.

HAMBURG: Freibäder dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Hamburg hatkeine größeren Freizeitparks.

HESSEN: Für Freibäder ist der Zeitpunkt für eine Wiedereröffnung nochunklar. Freizeitparks können wieder öffnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Freibäder dürfen wieder öffnen. Freizeitparkssind geschlossen.

NIEDERSACHSEN: Freibäder dürfen wieder öffnen, das gleiche gilt fürFreizeitparks.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Freibäder dürfen öffnen, der Mindestabstand giltauch in den Schwimmbecken. Freizeitparks dürfen Besucherhereinlassen.

RHEINLAND-PFALZ: Freibäder dürfen wieder öffnen, Freizeitparks erstab dem 10. Juni.

SAARLAND: Freibäder dürfen am 8. Juni wieder öffnen. WannFreizeitparks wieder Besucher empfangen dürfen, ist noch unklar.

SACHSEN: Freibäder und Freizeitparks dürfen öffnen, sofern sie eingenehmigtes Hygienekonzept haben.

SACHSEN-ANHALT: Freibäder und Freizeitparks dürfen wieder öffnen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Freibäder und Freizeitparks bleiben bis aufweiteres geschlossen.

THÜRINGEN: Freibäder können öffnen, über Freizeitparks entscheidendie Kreise in eigener Regie.

4) Kontaktbestimmungen

BADEN-WÜRTTEMBERG: In privaten Räumen dürfen bis zu zehn Menschen ausmehreren Haushalten zusammenkommen. Bei Verwandten und Angehörigendes gleichen Haushalts und deren Lebenspartnern dürfen es sogar mehrMenschen sein. In der Öffentlichkeit darf man sich bis zum 15. Juninur alleine, mit Angehörigen des eigenen Haushalts sowie einesweiteren Haushalts aufhalten.

BAYERN: Es können sich sowohl im privaten wie auch im öffentlichenRaum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

BERLIN: Künftig können sich neben Angehörigen zweier Haushalte auchwieder bis zu fünf Menschen zu Hause oder im Freien treffen. Das giltunabhängig von der Frage, ob sie zusammen wohnen oder nicht.

BRANDENBURG: Zwei Haushalte oder bis zu zehn Menschen dürfen zusammensein. Private Feiern sind mit bis zu 50 Personen möglich. Die Regelngelten jeweils für drinnen und draußen.

BREMEN: Es können sich mehrere Angehörige aus zwei Haushalten imöffentlichen Raum treffen. In geschlossenen Räumen sindVeranstaltungen mit maximal 20 Personen möglich, wenn einHygienekonzept vorliegt. Bei Veranstaltungen im Garten, auf derParzelle oder ähnlich umfriedeten Flächen im Freien liegt die Grenzebei 50 Personen. Für beide Fälle wird die einschränkende«Zwei-Haushalts-Regel» aufgehoben.

HAMBURG: Bis zu zehn Mitglieder zweier Haushalte dürfen sich wiedertreffen, ohne dabei einen Mindestabstand von 1,50 Meter einzuhalten.

HESSEN: Im öffentlichen Raum dürfen wieder Angehörige von zweiHaushalten gemeinsam unterwegs sein.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Im öffentlichen und privaten Raum können sichmehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

NIEDERSACHSEN: Es dürfen sich Angehörige von zwei Haushalten in derÖffentlichkeit treffen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich imFreien treffen.

RHEINLAND-PFALZ: Im öffentlichen Raum können sich Angehörige aus biszu zwei Haushalten treffen.

SAARLAND: Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind zugelassen -auch in Gaststätten.

SACHSEN: Es können sich zwei Hausstände treffen.

SACHSEN-ANHALT: Bis zu zehn Menschen dürfen sich treffen, zu privatenFeiern dürfen bis zu 20 Gäste eingeladen werden.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Es können sich sowohl im privaten wie auch imöffentlichen Raum mehrere Angehörige von zwei Haushalten treffen.

THÜRINGEN: Draußen und auch drinnen dürfen sich die Mitglieder vonzwei Haushalten treffen.

5) Fitnessstudios und Sporthallen

BADEN-WÜRTTEMBERG: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen. AuchSportvereine dürfen nun wieder in Hallen trainieren.

BAYERN: Fitnessstudios und Indoor-Sportstätten dürfen am 8. Juniwieder öffnen. Derzeit ist Sport in Gebäuden nur in wenigen Fällenwie Reithallen erlaubt.

BERLIN: Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wieder öffnen undGruppen von bis zu zwölf Personen in Sporthallen wieder trainieren.

BRANDENBURG: Fitnessstudios, Turn- und Sporthallen können unterEinhaltung von Abstands- und Hygieneregeln wieder aufmachen.

BREMEN: Sporthallen und Fitnessstudios dürfen unter Auflagen wiederöffnen.

HAMBURG: Sporthallen, Fitness- und Sportstudios, Yogastudios,Tanzschulen und Indoor-Spielplätze dürfen unter Auflagen wiederöffnen.

HESSEN: Vereine dürfen in Hallen trainieren, Fitnessstudios sindgeöffnet.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Fitnessstudios dürfen ihre Türen öffnen. AuchVereinssport darf wieder in geschlossenen Räumen betrieben werden.

NIEDERSACHSEN: Sport in Hallen ist unter Einhaltung derMindestabstände wieder erlaubt. Das gilt auch für Fitnessstudios.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Fitnessstudios sind geöffnet. Vereinssport inHallen ist nur bedingt möglich.

RHEINLAND-PFALZ: Fitnessstudios dürfen wieder aufmachen, auchVereinssport in Hallen ist wieder möglich.

SAARLAND: Sport treiben in Hallen ist erlaubt - im Fitnessstudio undbeim Vereinssport.

SACHSEN: Fitnessstudios sind geöffnet, Vereinssport ist auch in derHalle erlaubt.

SACHSEN-ANHALT: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, auch Sport inHallen ist erlaubt. Verboten bleiben Wettkämpfe, Zuschauer undgenerell Kontaktsportarten wie Ringen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Fitnessstudios dürfen öffnen und Vereine auch inRäumen trainieren.

THÜRINGEN: Fitnessstudios dürfen wieder öffnen, Vereine können inHallen zurückkehren.

6) Schulen und Kitas

BADEN-WÜRTTEMBERG: Mitte Juni sollen alle Schüler zumindest zeitweisewieder Präsenzunterricht erhalten. Die Kitas sollen spätestens EndeJuni wieder vollständig öffnen. Bisher dürfen höchstens 50 Prozentder Kinder, die normalerweise die Einrichtung besuchen, gleichzeitigdort betreut werden.

BAYERN: Laut Kultusministerium war vor den Pfingstferien rund dieHälfte aller Jahrgänge wieder an den Schulen, Mitte Juni sollen dannalle Schüler wochenweise in die Schule gehen. Bis 1. Juli sollen auchalle Kinder zurück in Kindergärten und Krippen dürfen.

BERLIN: Bis zum Sommer soll jedes Kita-Kind wieder einBetreuungsangebot erhalten. Alle Schüler haben Unterricht, jedoch nurteilweise in der Schule.

BRANDENBURG: Allen Schülern wird vor den Sommerferien der Schulbesuchund die Teilnahme am Präsenzunterricht mindestens tage- oderwochenweise ermöglicht. Bei Kitas soll ein eingeschränkterRegelbetrieb anlaufen.

BREMEN: Alle Schulklassen werden schrittweise zurückgeholt. AlleVorschulkinder können wieder in Kitas kommen.

HAMBURG: Alle Schüler sollen wenigstens einmal pro Woche Unterrichtin der Schule bekommen. Kitas gehen schrittweise in den Regelbetrieb.

HESSEN: Kitas gehen wieder in den eingeschränkten Normalbetrieb über.Der Unterricht an den Schulen hat schrittweise wieder begonnen.

MECKLENBURG-VORPOMMERN: Die Schüler kehren bereits schrittweise indie Schulen zurück. Kitas stehen wieder allen Kindern offen.

NIEDERSACHSEN: Die Notbetreuung in den Kitas wird schrittweiseausgeweitet, von Mitte Juni an soll es für alle Kinder ein zeitlicheingeschränktes Angebot für den Kita-Besuch geben. Auch die Schülerkehren nach und nach zurück, vom 15. Juni an haben alle Jahrgängewieder Unterricht in den Schulen.

NORDRHEIN-WESTFALEN: Kita-Kinder und Schüler kehren schrittweisezurück. Alle Schüler erhalten tageweise Präsenzunterricht, ab 8. Junisoll es einen «eingeschränkten Regelbetrieb» für alle Kita-Kindergeben.

RHEINLAND-PFALZ: Der Unterricht hat stufenweise wieder begonnen, alleSchüler sollen bis Mitte Juni zumindest zeitweise wieder zur Schulegehen. Die Kitas öffnen wieder für alle, wenn auch mitEinschränkungen.

SAARLAND: Im Laufe des Junis sollen alle Schüler zumindest zeitweisewieder an die Schule zurückkehren. Kitas sollen ab dem 8. Juni wiedereingeschränkten Regelbetrieb aufnehmen.

SACHSEN: Sachsens Kitas und Grundschulen können im eingeschränktenRegelbetrieb für alle Kinder öffnen. Schüler an weiterführendenSchulen sollen zumindest teilweise wieder an den Schulen unterrichtetwerden.

SACHSEN-ANHALT: Kitas und Schulen kehren zu einem regulären Betriebzurück. Bis zum 15. Juni sollen wieder alle Grundschüler täglich zurSchule kommen.

SCHLESWIG-HOLSTEIN: Für einige Jahrgänge hat der Unterricht bereitswieder begonnen. Vom 8. Juni an sollen alle Grundschüler wieder einetägliche Beschulung im Klassenverband erhalten. Der Regelbetrieb anallen Schulen soll nach den Sommerferien mit dem neuen Schuljahr am10. August wieder starten. In den Kitas gilt ein eingeschränkterRegelbetrieb.

THÜRINGEN: In allen Kitas gilt eingeschränkter Regelbetrieb. AlleSchüler können wieder an einem angepassten Präsenzunterrichtteilnehmen.

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