Gesetzlicher Anspruch
Heil will bald Vorschläge für Recht auf Homeoffice vorlegen

Die Corona-Krise zeigt, dass viele Menschen von Zuhause aus mindestens genauso gut arbeiten können wie im Büro. Bald könnte es einen gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice geben.

Freitag, 02.10.2020, 13:30 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 13:32 Uhr
Bald könnte ein Recht auf Homeoffice gesetzlich verankert werden.
Bald könnte ein Recht auf Homeoffice gesetzlich verankert werden. Foto: Sebastian Gollnow

Berlin (dpa) - Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat angekündigt, dass er bald Vorschläge für ein Recht auf Homeoffice und entsprechende Arbeitszeitregelungen vorlegen will. Er wolle dafür einen «Ordnungsrahmen» schaffen, sagte der SPD-Politiker in der Haushaltsdebatte des Bundestages .

«Wenn Sie das einen Rechtsanspruch nennen, ist es genau das, was ich will», so Heil. Da wo Homeoffice praktisch nicht möglich sei, müssten Unternehmen sagen können, das gehe betrieblich nicht. «Aber da, wo es möglich ist, Beschäftigten es zu verwehren mit dem einfachen Prinzip "Nein", das soll nicht mehr möglich sein», sagte Heil. Das heiße den Beschäftigen einen rechtlichen Anspruch zu geben.

Bei aller Flexibilität müssten aber die Arbeitszeitgesetze auch im Homeoffice durchgesetzt werden, sagte Heil und sprach von Möglichkeiten digitaler Arbeitszeiterfassung. «Auch im Homeoffice muss mal Feierabend sein.» Man wolle keine Entgrenzung der Arbeit ins Privatleben, deshalb werde er auch dazu Vorschläge machen. Auf Nachfrage aus dem Bundestagsplenum, wann er dies tun werde, sagte Heil: «Unverzüglich, nach meiner Kenntnis.» An die Grünen-Abgeordnete Beate Müller-Gemmeke, die eine entsprechende Zwischenfrage zu dem Thema gestellt hatte, sagte Heil: «Du musst nicht mehr lange warten.»

© dpa-infocom, dpa:201002-99-799547/2

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