„Schicksal selbst in die Hand nehmen“
Vermögensberatung Franz Heinrich Bauer rät jungen Menschen, fürs Alter zu investieren

Münster -

Sparen, sparen, sparen – seit vielen Jahrzehnten legen die Deutschen zuverlässig monatlich einen Geldbetrag auf die Seite, unters Kopfkissen, in den Sparstrumpf oder in Anlageprodukte. Sie sind einst als Weltmeister im Sparen gekürt worden. Nach den Erfahrungen im Krieg und einer Währungsreform, die schlimme Opfer abverlangten, sind viele Sparer sehr vorsichtig geworden. Das Sparen soll sicher sein und Zinsen bringen.

Freitag, 09.11.2018, 15:40 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 11:50 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 09.11.2018, 15:40 Uhr
Stefan Bauer
Stefan Bauer

Deshalb haben Versicherungs- und Bankunternehmen diesem Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen und entsprechende Produkte geschaffen. Allerdings fiel in einer Welt mit hohen Zinsen nicht auf, wie hoch die genauen Kosten solcher Lösungen sind.

Zwischenzeitlich sind die Zinsen bei null bis unter null angekommen – sichere und vermeintlich sichere Produkte bringen keine Zinsen mehr, und es kristallisiert sich mehr und mehr heraus: Ein Vermögen kann zwar nominal aufgebaut werden, aber real findet keine Vermögensbildung statt. Jedes Jahr knabbert die Inflation an den zinslosen Anlagen, und es wird deutlich, dass so zum Beispiel eine Altersvorsorge nicht in gewünschter Höhe aufgebaut werden kann.

Generationenvertrag faktisch aufgekündigt

„Die Rente ist sicher“, behauptete Norbert Blüm vor einigen Jahren. Unser Rentensystem fußt auf dem Generationenvertrag. Arbeitnehmer sind Zwangsmitglied im gesetzlichen Rentensystem, und ein erheblicher Teil ihres monatlichen Einkommens wandert in die Rentenkasse. Das Geld wird dort allerdings nicht gewinnbringend angelegt, sondern direkt an die jetzigen Rentner ausgezahlt – dies nennt man Generationenvertrag. Ein Vertrag, der faktisch aufgekündigt wurde, denn die Deutschen haben sich entschieden, weniger Kinder zu bekommen.

Diese demografische Entwicklung ist auch nicht mehr umkehrbar. Auch wenn politisch umgesteuert wird und langsam auf eine kapitalgedeckte Altersvorsorge umgestellt würde, wäre dies für die aktuellen Generationen nicht mehr relevant, denn wie wenige Menschen in den letzten 30 Jahren geboren wurden, steht bereits fest, und jemand, der bereits im Ruhestand ist, kann kein Vermögen mehr aufbauen.

Aktien als Altersvorsorge

Daher ist insbesondere für jüngere Menschen wichtig, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. So erklärt Stefan Bauer, geschäftsführender Gesellschafter der seit 1972 in Münster ansässigen Vermögensberatung Franz Heinrich Bauer Asset Management: „Investieren Sie in Substanzwerte – nicht in Zinspapiere. Investiert in was Echtes, etwas physisch Vorhandenes. Etwas, das produktiv arbeitet, Produkte erfindet und herstellt. Etwas, auf das Sie vielleicht stolz sein können. Etwas, das flexibel auf Veränderungen reagieren kann und sich jeden Tag am Markt neu behaupten muss: ein Unternehmen.“ Und weiter erklärt er: „Viele Deutsche kaufen Aspirin, einen BMW, Turnschuhe mit drei Streifen, Persil und Nivea – aber sie kaufen nicht die Firmen, die diese fantastischen Produkte herstellen: Bayer, BMW, Adidas, Henkel und Beiersdorf. Sie schaffen Arbeitsplätze, sie schaffen Wohlstand, sie schaffen Werte“, so Bauer.

Durch die Anlage in Aktien können Anleger sich an solchen Unternehmen beteiligen. Als Belohnung erhalten Anleger keine Zinsen, Sie erhalten Dividenden – je nach Unternehmen derzeit zwischen zwei und sechs Prozent pro Jahr.

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