Mehr als die Hälfte der Erstsemester ist weiblich
Immer mehr Frauen an deutschen Hochschulen

An deutschen Hochschulen sind Frauen inzwischen in der Mehrheit - zumindest bei Studienanfängern und -abschlüssen. Das geht aus einer Datensammlung der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) hervor.

Donnerstag, 06.10.2016, 13:10 Uhr

Mehr als die Hälfte der Erstsemester ist weiblich : Immer mehr Frauen an deutschen Hochschulen
In den Hörsälen der deutschen Universitäten sitzen immer mehr Frauen. (Symbolbild) Foto: Uwe Anspach / dpa

Bei Doktorarbeiten und Habilitationen auf dem Weg zur Professur sieht es dagegen noch anders aus. Aber immerhin stieg die Quote der Professorinnen in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich an - von gut acht auf 22 Prozent.

Auch bei Promotionen und Habilitationen holen Frauen auf

Seit 1989 werden Daten zur Chancengleichheit in Wissenschaft und Forschung aufbereitet. Der diesjährige GWK-Bericht mit aktuellen Zahlen bis 2015 zeigt, dass sich seit 1995 der Anteil von Frauen an der Gesamtzahl der Ersteinschreibungen erhöht hat: von 47,8 auf 50,1 Prozent.

Bei den Studienabschlüssen hat sich der Frauenanteil von 41,4 auf 50,8 Prozent erhöht. Auch bei Promotionen (von 31,5 auf 45,5 Prozent) und Habilitationen (von 13,8 auf 27,8 Prozent) zeigt der Trend klar nach oben.

Besoldungsgruppen: immer noch Ungleichgewicht

„Differenziert man allerdings nach Besoldungsgruppen, so zeigt sich weiterhin: Je höher die Besoldungsgruppe, desto niedriger der Anteil der Frauen“, schreibt die GWK zu ihrer Datensammlung .

Der Report analysiert neben der Situation an den Hochschulen auch Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft . Hier stieg der Frauenanteil an Führungspositionen seit 1996 von 2,6 auf 16,7 Prozent.

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