1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Kirchenbau vereint Russen und Ukrainer

  6. >

Benefizkonzert für orthodoxe Gemeinde

Kirchenbau vereint Russen und Ukrainer

Münster

In Hiltrup soll eine neue Orthodoxe Kirche gebaut werden. Bei einem Benefizkonzert in der Petrikirche kamen deshalb Russen, Ukrainer, Belarussen, und Kasachen einmütig zusammen.

Von Benita Liedtke

Beim Konzert in der Petrikirche wurde für den Kirchbau gesammelt, der so aussehen könnte. Foto: pd

Die Baugenehmigung liegt vor. Der erste Spatenstich ist für die kommenden Tage geplant. Nach fünf Jahren steht der Bau­beginn einer neuen russisch-orthodoxen Kirche in Münster kurz bevor.

Seit mehreren Jahren plant die Gemeinde der russisch-orthodoxen Kirche im Ausland (ROKA) den Neubau mit angrenzendem Gemeindehaus und besinnlichem Garten. Dieses Projekt steht nun kurz vor der Umsetzung. Den mehr als 120 Mitgliedern soll endlich ein Zuhause gegeben werden, sagt Architekt und Ältester der Gemeinde Denis Zimin.

Mindestens zwei Jahre Bauzeit

Die Kirche wird in Hiltrup, Osttor 81, gebaut. Zimin beschreibt den Bau als asketisch zurückhaltend – und ergänzt, dass durch die Verwendung traditionellen Stampfbetons auf Nachhaltigkeit geachtet wird. Bis die Gemeinde dann tatsächlich in ihr neues Heim ziehen kann, wird es wohl noch zwei Jahre dauern.

Um den Bau zu unterstützen, organisierte die Gemeinde am Freitagabend ein Benefizkonzert in der Petrikirche. Dabei trug der Chor, der aus jungen und alten russischen, ukrainischen, weißrussischen und kasachischen Mitgliedern besteht, geistliche Lieder vor. Foto: Benita Liedtke

Um den Bau zu unterstützen, organisierte die Gemeinde am Freitagabend ein Benefizkonzert in der Petrikirche. Dabei trug der Chor, der aus russischen, ukrainischen, belarussischen und kasachischen Mitgliedern jeden Alters besteht, geistliche Lieder vor. Für die internationale Gemeinde steht insbesondere ein friedliches Zusammenleben im Vordergrund, betont Zimin. Im vergangenen Jahr ist die Gemeinschaft um etwa 70 ukrainische Mitglieder gewachsen, die in Münster aufgenommen wurden.

Im zweiten Teil des Konzertes spielten zwei Studierende der Musikhochschule bekannte Klavierstücke, teils auch vierhändig.

Startseite