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13 Tatverdächtige gestellt

Staatsschutz ermittelt nach Vorfall an Synagoge

Münster

Per Notruf wurde die Polizei am frühen Dienstagabend zur Synagoge an der Klosterstraße gerufen. Eine lautstarke Gruppe war dort Zeugen aufgefallen. Bei dieser Versammlung soll eine israelische Fahne verbrannt worden sein. 13 Personen wurden von den Beamten im Umfeld der Synagoge angetroffen. Der Staatsschutz hat Ermittlungen aufgenommen.

Die Synagoge in Münster Foto: Martin Kalitschke

Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend gegen 18.44 Uhr: Mehrere Zeugen hatten der Polizei über den Notruf mitgeteilt, dass sich eine etwa 15-köpfige Gruppe vor der Synagoge aufhalten, laut rufen und eine israelische Fahne verbrennen würde, berichtet die Polizei.

Die alarmierten Beamten trafen noch unmittelbar vor der Synagoge auf die Gruppe, die sich direkt in alle Richtungen zerstreute. Zehn Personen stellten die Polizisten an Ort und Stelle, weitere drei der Gruppe zugehörige Personen stoppten sie nach eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen im Innenstadtbereich.

Auf der Straße vor der Synagoge stellten die Beamten eine zum Teil abgebrannte israelische Nationalfahne sicher. Die Synagoge selbst wurde nicht beschädigt.

Die 13 Tatverdächtigen erwarten Strafanzeigen unter anderem wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, schreibt die Polizei in einer Mitteilung. Der Staatsschutz der Polizei Münster hat Ermittlungen aufgenommen.

Weitere Vorfälle in NRW

Auch in Bonn wurde am Dienstagabend eine israelische Flagge angezündet. Vor der Synagoge in der Tempelstraße wurden laut Polizei mehrere Menschen zudem dabei beobachtet, wie sie den Eingang der Synagoge mit Steinen beschädigten.

In Düsseldorf hat ein Unbekannter am Mahnmal für die ehemalige große Synagoge Feuer gelegt. Der Unbekannte habe vorsätzlich Unrat auf dem Gedenkstein angezündet. Die Jüdische Gemeinde in Düsseldorf wertete den Vorfall als Brandanschlag.

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