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Neues Team im Jugendzentrum wartet auf die Bauabnahme

Der Bahnhof kämpft sich zurück

Münster-Wolbeck

Die Sanierung war doch deutlich aufwendiger und sperriger als gedacht: Doch jetzt sieht das Team im Jugendbahnhof Wolbeck Land. Bis im Bahnhof wieder gefeiert werden kann, kann aber noch etwas Zeit vergehen. Es fehlt noch die Bauabnahme.

Von Markus Lütkemeyer

Die beiden Sozialarbeiter Jennifer Feldhaus und Billal Richter vor dem neuem Graffito am Jugendbahnhof Wolbeck. Foto: mlü

Der Jugendbahnhof Wolbeck stand lange auf dem Abstellgleis. Ursache waren die Corona-Krise und schleppende Sanierungsmaßnahmen. Die jüngeren Jugendlichen in Wolbeck wissen teilweise schon gar nicht mehr, wie das damals war: Party im Bahnhof machen. Doch so langsam zeichnet sich das Ende der Durststrecke ab. Unsere Zeitung hat mit dem neuen Team gesprochen.

Was ist der Stand der Dinge bei der Renovierung? Wie berichtet, ging es vor allem um neue Brandschutztüren. Im gleichen Atemzug wurden aber auch die Theke abgeschliffen, die alten Teppiche herausgerissen, und neue Leitungen verlegt.

Die ehrenamtlich aktiven Jugendlichen haben mit viel handwerklichem Geschick ein neues DJ-Pult geschreinert. Im Grunde wurde das selbstverwaltete Jugendzentrum einmal umgekrempelt. Zwischenzeitig gab es dann auch noch einen Teamwechsel. Aus unterschiedlichen Gründen hatten Ende des vergangenen Jahres die beiden ehemaligen Sozialarbeiter neue berufliche Weg eingeschlagen.

Warten auf die Bauabnahme

Die Nachfolger Jennifer Feldhaus und Billal Richter haben ihren Job auf einer Baustelle begonnen. Jetzt können sie einen frisch renovierten Bahnhof vorweisen – der große Partyraum riecht noch frisch gestrichen.

Jetzt wartet das neue Team händeringend auf die finale Bauabnahme. Erst dann kann es wieder Partys geben, erst dann kann das Vermietungsgeschäft wieder los gehen. „Das ist ganz süß“, berichtet Jennifer Feldhaus. „Die Nikolaischüler aus der vierten Klasse haben schon flehende Briefe an das Bauordnungsamt geschrieben. Sie wollen unbedingt ihren Grundschulabschluss bei uns feiern.“

„Zumindest sind wir jetzt wieder einen Schritt weiter“, ist Billal Richter hoffnungsfroh, dass das Spießrutenlaufen bei den Behörden ein Ende findet. Richter hat eine ganz besondere Beziehung zum Bahnhof: Johannes Wüstefeld-Beermann war vor mehr als 40 Jahren einer der „Gründerväter“ des selbstverwalteten Jugendzentrums im ehemaligen Wolbecker Bahnhof. Er ist Richters Stiefvater. Während des Studiums hat Billal Richter im Bahnhof ausgeholfen und mitgearbeitet.

Neue Öffnungszeiten

„Es gibt, und das ist wahrlich keine Übertreibung, niemanden auf diesem Planeten, der dieses Gebäude besser kennt als er“, sagt Richter über Johannes Wüstefeld-Beermann. Deswegen sei es auch eine enorme Hilfe gewesen, dass er in der Hoch-Zeit der Bauarbeiten für einige Zeit aus seinem Ruhestands-Domizil in Portugal zurückgekommen sei, um die Sanierung auf die Zielgerade zu bringen.

Die neuen Öffnungszeiten: dienstags von 15 bis 22 Uhr, mittwochs von 15 bis 20 Uhr, donnerstags von 15 bis 20 Uhr sowie freitags von 15 bis 20 Uhr.

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Der Jugendbahnhof Wolbeck stand lange auf dem Abstellgleis. Ursache waren die Corona-Krise und schleppende Sanierungsmaßnahmen. Die jüngeren Jugendlichen in Wolbeck wissen teilweise schon gar nicht mehr, wie das damals war: Party im Bahnhof machen. Doch so langsam zeichnet sich das Ende der Durststrecke ab. Unsere Zeitung hat mit dem neuen Team gesprochen.

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