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Starkregen in Münster

Sintflut in Nienberge – kaum Regen in Sudmühle

Münster

Vom Starkregen am Sonntagnachmittag waren nur Teile Münsters betroffen: Im Nordwesten ging eine wahre Sintflut nieder, während es im Osten der Stadt nur etwas regnete.

Von Martin Kalitschke

Die Aa glich am Montag im Norden der Stadt einem See. Foto: Oliver Werner

Von dem intensiven Starkregen waren am Sonntagnachmittag nur Teile des Stadtgebiets betroffen. Während in Nienberge regelrechte Wassermassen zu Boden prasselten, fiel in Sudmühle nur leichter Regen. Dies geht aus einer Niederschlagskarte hervor, die Jörg Kachelmanns Wetter-Seite www.unwetteralarm.com veröffentlicht hat.

Danach wurden im Westen von Nienberge und Häger innerhalb von nur sechs Stunden rund 70 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Das ist mehr, als in den Jahren 2016 bis 2022 jeweils im gesamten August vom Himmel fiel. Besonders stark betroffen war am Sonntag auch Roxel (50 Liter pro Quadratmeter), zwischen Mecklenbeck und Amelsbüren kamen binnen sechs Stunden Regensummen von 45 bis 50 Liter zusammen. Vollkommen anders war die Situation am Sonntag im Osten der Stadt: In einem breiten Streifen von Gimbte bis Wolbeck fielen zwischen 13 und 19 Uhr nur zwei bis fünf Liter Regen pro Quadratmeter, auch der nordöstliche Teil der Innenstadt blieb von Starkregen verschont.

Diese Karte zeigt, wie ungleich der Niederschlag am Sonntag verteilt war. In Nienberge (rosa) fielen bis zu 70 Liter Regen pro Quadratmeter, in Sudmühle kaum zwei Liter. Foto: unwetteralarm.com

Flüsse und Bäche stark angestiegen

In der Nacht zu Montag und am Vormittag regnete es teils kräftig weiter. Am Montagmittag erreichte die 24-Stunden-Niederschlagsmenge im Westen Nienberges punktuell bis zu 90 Liter pro Quadratmeter – in Sudmühle aber nur 15 bis 20 Liter. Stark unterschiedliche Regenmengen auf kleinstem Raum sind für Gewitterlagen typisch.

Die Regenmassen ließen am Sonntag und Montag auch Flüsse und Bäche rund um Münster anschwellen. Der Pegel der Roxeler Aa, der noch vor wenigen Wochen bei zehn Zentimetern und am Sonntagvormittag – nach tagelangem Regen – bei 50 Zentimetern lag, stieg bis Montagmittag auf 2,35 Meter an, bevor er am Montagnachmittag allmählich zurückging. Der Pegel der Ems (Messstelle Greven) stieg von Sonntagnachmittag bis Montagmittag von 2,99 auf 4,50 Meter. In Wolbeck veränderte sich der Pegel der Angel hingegen kaum, er stieg lediglich von einem Meter auf 1,20 Meter an.

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Von dem intensiven Starkregen waren am Sonntagnachmittag nur Teile des Stadtgebiets betroffen. Während in Nienberge regelrechte Wassermassen zu Boden prasselten, fiel in Sudmühle nur leichter Regen. Dies geht aus einer Niederschlagskarte hervor, die Jörg Kachelmanns Wetter-Seite www.unwetteralarm.com veröffentlicht hat.

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