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Mitgliederversammlung beim KGV

Spendenakquise wird nicht leichter

Ahlen

Junge Menschen, die Probleme in der Schule oder der Ausbildung haben, finden bei „Keiner geht verloren“ Unterstützung. Und das sehr erfolgreich, wie die Mitgliederversammlung zeigte.

Von Peter Schniederjürgen

Kümmern sich um gefährdete Jugendliche (v.l.): Michael Tenbrink, Dieter Werner, Berni Recker, Lothar Weichel, Sabine Giesecke, Burkhard Knepper, Renate Mehring, Ulrich Peitz und Kurt Litwin. Foto: Peter Schniederjürgen

Eine stolze Bilanz trotz aller Coronaeinschränkungen konnten Vorsitzender Burkhard Knepper und Geschäftsführer Bernhard Recker den Mitgliedern des Vereins „Keiner geht verloren“ (KGV) in der ersten Versammlung seit zwei Jahren vorlegen. Sie berichteten über umgesetzte Projekte in diesem Zeitraum. Zusammengekommen waren die KGV-Mitglieder in der ehemaligen Bodelschwingh­schule. „Die Berichte über die Jahre 2020 und 2021 können sich sehen lassen“, verriet Burkhard Knepper bereits in seinen Begrüßungsworten.

Die Seele des Vereins

Kneppers Dank galt dem ganzen Team. „Ihr habt unter schwierigsten Bedingungen Großartiges geleistet“, so Knepper. Ganz besonders hob er die unermüdliche Arbeit der Projektleiterin Sylvia Adam-Recker hervor. Sie sei ohne Frage die „Seele des Vereins“.

Praktisch habe die Arbeit so ausgesehen: Monatelang arbeitete man in Einzelunterricht oder in festen Kleinstgruppen. Was großartige Erfolge sicherte und Kreise zog: „Wir haben 75 neue Teilnehmende, die sich in den letzten beiden Jahren angemeldet haben“, freute sich Berni Recker. Hier zahle sich die präzise Auswahl der Betreuerinnen und Betreuer aus. Der Verein lege Wert auf Sprachvielfalt: „Wir wollen, dass unser Betreuungsteam möglichst die Sprachen Arabisch und Türkisch spricht“, wünschte sich Recker.

Über 380 Jugendliche sind seit Gründung des Vereins zum Schulabschluss gebracht und in einen Beruf vermittelt oder schulisch höher qualifiziert worden. Dabei verwies Berni Recker besonders auf das Projekt „WIR“, das von der Aktion Mensch seit 2017 unterstützt wird und über zwei weitere Jahre lief. In diesen zwei Jahren wurden rund 60 Jugendliche aufgefangen, die zum Beispiel Probleme in der Ausbildung hatten. Andere suchten als Geflüchtete eine Ausbildung, einen Arbeitsplatz oder mussten für Prüfungen Deutsch lernen. Die Dozenten Klaus Lanzerath, Kurt Litwin, Lothar Weichel und Michael Tenbrink berichteten über Einzelfälle, denen durch wochenlange individuelle Förderung geholfen werden konnte.

Unverhoffte Zuwendung

Es folgte der Bericht des Schatzmeisters Ulrich Peitz. „Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ist das Sammeln von Spenden schwieriger geworden“, konstatiert der Kassenwart. Ein Problem für den Verein, der sich ausschließlich aus Spenden finanziert. Umso erfreulicher ein Beispiel, das der Schatzmeister nannte: „Eine überraschende private Spende aus Duisburg in der erstaunlichen Höhe von 6500 Euro ließ den Verein beim Spender nachfragen, warum er einen Verein in Ahlen fördere.“ Der Spender hatte vor 40 Jahren seine Geburtsstadt verlassen. Dennoch sei er immer noch mit ihr verbunden. So stieß er auf den KGV, fand dessen Arbeit großartig und unterstützungswürdig. Das Fazit der Versammlung war, dass man mit einem Budget von 50.000 Euro gute Arbeit geleistet habe. Viel Herzblut und Engagement seien die Basis dieses Erfolgs.

Gespräche mit der Stadt

Unter Verschiedenes berichtete der Vorsitzende, dass man mit der Stadt in guten Gesprächen sei, auch nach den Umbaumaßnahmen an der Bodelschwinghschule wieder optimale Bedingungen für die Arbeit vorzufinden. Sabine Giesecke verwies noch auf die besondere Situation der Kinder von Alleinerziehenden während der Coronazeit. Hier will man gemeinsam nach Lösungen suchen.

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Eine stolze Bilanz trotz aller Coronaeinschränkungen konnten Vorsitzender Burkhard Knepper und Geschäftsführer Bernhard Recker den Mitgliedern des Vereins „Keiner geht verloren“ (KGV) in der ersten Versammlung seit zwei Jahren vorlegen. Sie berichteten über umgesetzte Projekte in diesem Zeitraum. Zusammengekommen waren die KGV-Mitglieder in der ehemaligen Bodelschwingh­schule. „Die Berichte über die Jahre 2020 und 2021 können sich sehen lassen“, verriet Burkhard Knepper bereits in seinen Begrüßungsworten.

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