1. www.wn.de
  2. >
  3. Münsterland
  4. >
  5. Drensteinfurt
  6. >
  7. Sehnsucht nach Austausch

  8. >

Aufbau des Drensteinfurter Seniorenbüros

Sehnsucht nach Austausch

Drensteinfurt

Das kommunale Seniorenbüro nimmt mehr und mehr Form an. Einen Runden Tisch mit anderen Vereinen sowie „Schnittchenstunden“ zum Sammeln von Ideen hat es schon gegeben. Mit den Ergebnissen steigen Rüdiger Pieck und Meike Haverkamp nun in den weiteren Aufbau ein.

Von Nicole Evering

Ein Flyer weist auf das neue Seniorenbüro hin, das derzeit von Rüdiger Pieck aufgebaut wird. Flyer und Taschenlampe sind auch in den Geschenktüten gelandet, die der Verein „Drensteinfurter Sonnenstrahl“ an ältere Menschen in der Stadt verteilen lässt. Foto: Foto: Stadt

Erst waren die Jüngeren dran: Beim Kinder- und Jugendtalk durften sie nach den Sommerferien vorbringen, welche Angebote sie sich „nach Corona“ in Drensteinfurt wünschen. Aber auch viele ältere Menschen hatten ob abgesagter Veranstaltungen monatelang mit Vereinsamung zu kämpfen. Da haben einige die „Schnittchenstunden“ des Kulturbahnhof-Teams gerne für ein bisschen Austausch genutzt.

So war zumindest Rüdiger Piecks Eindruck, den er jüngst den Mitgliedern des Ausschusses für Familie, Jugend, Senioren und Soziales geschildert hat. An fünf aufeinander folgenden Vormittagen im November hatte der neue städtische Seniorenbeauftragte Menschen ab 60 Jahren zum Dialog bei Kaffee und Rosinenbrot eingeladen. Und das angesichts der Corona-Lage „eigentlich schon mit einem schlechten Gefühl“, wie Pieck zugab. Doch mit den Ergebnissen der offenen Gesprächsrunden können er und Kollegin Meike Haverkamp nun mit dem neuen Projekt starten: dem Aufbau eines kommunalen Seniorenbüros, das als Anlauf- und Schnittstelle zwischen haupt- und ehrenamtlichen Angeboten fungieren soll.

Lange Liste an Ideen

Zwischen 15 und 25 Interessierte seien pro Vormittag vorbeigekommen. Eine „ewig lange Liste“ habe man aus den vorgebrachten Ideen zusammengetragen, so Pieck. Was vor allem gewünscht werde: Angebote, Angebote, Angebote – die pandemiebedingt so lange nicht stattfinden konnten. Auch die „Schnittchenstunde“ selbst sei schon als eine Art Treffpunkt genutzt worden. „Einige sind fast jeden Tag da gewesen“, betonte Pieck die Bedeutung jeglicher Form von Aktivität gegen die Isolation.

Dringlichst werde etwa die Wiederaufnahme des Seniorenfrühstücks herbeigesehnt, sobald die vierte Corona-Welle verebbt sei, so Pieck. Dabei wolle er dessen Organisation in den erfahrenen Händen des Seniorennetzwerks belassen. „Wir hoffen, das bewährte Team reaktivieren zu können.“ Das Seniorenbüro könne beispielsweise mit Öffentlichkeitsarbeit und der Organisation im Hintergrund unterstützen.

Rüdiger Pieck über die Gäste der „Schnittchenstunden“

Der Bedarf nach Beratung sei an diesen Tagen hingegen nicht konkret geäußert worden. „Das kann aber auch damit zusammenhängen, dass wir mit unserem Format nicht jeden erreicht haben“, sagte der Leiter des Kulturbahnhofs. Menschen, die bereits Pflege in Anspruch nähmen und nicht mehr so mobil seien, oder auch noch berufstätige ältere Mitbürger habe man mit den „Schnittchenstunden“ am Vormittag eher nicht angesprochen. Allerdings befinde man sich derzeit ohnehin noch „voll in der Orientierungsphase“, weitere Möglichkeiten zum Austausch sollen folgen.

Einen ortsübergreifenden Runden Tisch mit vielen Aktiven aus der Seniorenarbeit – etwa Vertretern von KAB, KFD, Kolping, Senioren-Union, Caritas und Kreis Warendorf – habe es ebenfalls bereits gegeben. Dieser Termin sei unheimlich fruchtbar gewesen und solle in Zukunft nach Möglichkeit ein bis zwei Mal pro Jahr stattfinden, erläuterte Rüdiger Pieck. Ein erstes Projekt aus dieser Runde heraus habe sich schon aufgedrängt. Der Senioren-Wegweiser der Stadt soll neu aufgelegt und dabei in drei Teile gesplittet werden. So sollen die Bereiche Gesundheit und Pflege, Aktivitäten und Angebote sowie Beratung und Unterstützung übersichtlicher abgebildet werden.

Handy-Sprechstunde einrichten

Und noch eine Idee wollte das Kulturbahnhof-Team eigentlich bereits in diesem Dezember in die Tat umsetzen und damit quasi den Startschuss für die kommunale Seniorenarbeit geben. Eine regelmäßige Handy-Sprechstunde soll eingerichtet werden, bei der jüngere Helfer älteren Menschen zeigen, wie man beispielsweise eine App installiert, den Impf-Nachweis als QR-Code aufs Smartphone lädt oder Fotos per Messenger verschickt. Ob sich die Sprechstunde angesichts der aktuellen Corona-Lage allerdings in diesem Jahr noch realisieren lässt, das weiß Rüdiger Pieck nicht.

Wer Fragen oder Wünsche hat, der kann sich ans neue Seniorenbüro wenden: Kulturbahnhof, Bahnhofsplatz 2, 48317 Drensteinfurt, Tel. 0 25 08 / 9 95 14 10, E-Mail: senioren@drensteinfurt.de.

Stellenplan

Startseite

Erst waren die Jüngeren dran: Beim Kinder- und Jugendtalk durften sie nach den Sommerferien vorbringen, welche Angebote sie sich „nach Corona“ in Drensteinfurt wünschen. Aber auch viele ältere Menschen hatten ob abgesagter Veranstaltungen monatelang mit Vereinsamung zu kämpfen. Da haben einige die „Schnittchenstunden“ des Kulturbahnhof-Teams gerne für ein bisschen Austausch genutzt.

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!