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08 freut sich auf große Kasse

Alexander Heflik

Münster. Natürlich ist es ein besonderer Tag für den SC Münster 08. Schließlich winkt die vielleicht größte Kasse des Saison, wenn heute (Beginn 18.15 Uhr) der SC Preußen Münster auf der Anlage an der Manfred-von-Richthofen-Straße gastiert. Die zweite Runde im Verbandspokal führt die Kreispokal-Finalisten nach drei Monaten bereits wieder zusammen. „Ein Sieg ist Pflicht, und wir wollen uns Selbstvertrauen für den Samstag holen“, erklärt SCP-Coach Roger Schmidt mit Blick auf das Regionalliga-Heimspiel gegen den 1. FC Köln 2. „Ja, die Preußen sind ein optimaler Gegner. Wichtig ist für meine Spieler am Ende zu wissen, was die Preußen besser machen“, sagt 08-Coach Hubert Inckmann.

David gegen Goliath, das hatten die Preußen bereits in der ersten Hauptrunde beim Pokal-Thriller gegen Erstligist VfL Bochum erlebt. Nun findet sich der Regionalligist in der Rolle des Favoriten wieder, alles andere als ein deutlicher Erfolg wäre peinlich. „Ich erwarte 100 Prozent Einstellung meiner Spieler“, will Schmidt keinen Schlendrian dulden.

Die Ansetzung der Partie war allerdings mit einigem hin und her verbunden. Der Sportclub vom Kanal hatte zunächst mit einer Austragung im Preußenstadion geliebäugelt, am Ende aber will 08 das klassische Heimrecht wahren. Kasse gemacht werden kann dabei, nachdem die üblichen Einnahmen zwischen Verband und Vereinen getätigt sind, mit Würstchen- und Getränke-Verkauf. Irgendwo zwischen 500 und 1000 Zuschauer werden erwartet. Problem am heutigen Abend: Sollte es zu einer Verlängerung kommen, wäre eine ordnungsgemäße Austragung wegen der einbrechenden Dunkelheit mehr als fraglich.

Im Mai trafen die beiden letztmals aufeinander. Damals gewann der SCP das Kreispokalendspiel mit 6:3 vor 700 Zuschauern in Roxel. Boris Vandeck, Dennis Hoeveler und Rami Adbel Ghani trafen für den Bezirksligisten. Beide Teams hatten zu diesem Zeitpunkt bereits die Tickets für den Verbandspokal gesichert.

Nun schwingt bei Münster 08 Hubert Inckmann das Zepter, er hat Bodo Gadomski abgelöst. Drei Mal in der Woche wird trainiert, ein Platz unter den ersten Fünf ist das Ziel, der Saisonstart war bislang zufriedenstellend. Nicht mehr, nicht weniger. „Uns fehlen die drei Punkte aus dem Spiel gegen Wacker“, sagt Inckmann. Und auch im Kreispokal ist seine Elf bereits ausgeschieden, mit 1:4 unterlag man A-Kreisligist Borussia Münster. Und heute Abend? Inckmann bleibt bescheiden, obwohl er als Trainer mit Davaria Davenbergs mal die „großen“ Preußen aus dem Wettbewerb gekegelt hat. Das war im August 2004, der Verbandsligist bezwang den Regionalligisten nach Verlängerung mit 2:1. Doch so weit will der 08-Coach nicht gehen: „Vom Prinzip her rechnet sich keiner was aus. Für unsere jungen Spieler ist das einfach ein Erlebnis.“

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