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SC Greven 09

09 spaziert in Runde zwei

Andreas Storkebaum

Greven - Einen Bilderbuchstart erwischten die Bundesliga-Handballerinnen des SC Greven 09 Samstag in ihrer Erstrundenbegegnung des DHB-Pokals gegen den Ligakonkurrenten TSV Nord Harrislee. Gerade einmal zehn der 60 Spielminuten waren absolviert und die Messe war bereits gelesen. 8:0 zeigte die Anzeigetafel der spärlich gefüllten Rönnehalle zugunsten der Gastgeberinnen, ein Debakel deutete sich für die ehemalige Grevenerin Bente Pries und ihre Mitspielerinnen aus Harrislee an.

„Sportlich war das für mich natürlich kein schöner Tag“, gestand Pries nach der Partie ein und konnte sich auch durch den warmherzigen Empfang in der alten Heimat und die Tatsache, dass sie in einer schwachen Gästemannschaft die einzige Spielerin war, die ernsthafte Gegenwehr leistete, nicht wirklich trösten lassen. Balsam auf die zu Beginn arg gescholtene Seele der TSV-Fans war einzig, dass die Gäste nach der einseitigen Anfangsphase das Spiel zumindest offener gestalten konnten, und „nur“ mit 25:33 (9:18) das Erstrunden-Aus hinnehmen mussten. Doch stolz wollten darauf weder Bente Pries noch ihre Mitspielerinnen sein.

Dafür waren die 09erinnen einfach zu gut in das Spiel gestartet. „Die Abwehr stand super, und auch im Angriff funktionierte alles genauso, wie wir uns das vorgenommen hatten“, freute sich 09-Trainerin Franziska Heinz über einen famosen Aufgalopp ihrer Schützlinge. Weniger Begeisterung zeigte sie für den Rest des Spiels, in dem sich die Gastgeberinnen für den Geschmack ihrer Trainerin etwas zu sehr auf der starken Anfangsphase ausruhten und das Ergebnis praktisch nur noch verwalteten. „Da waren wir in der Abwehr etwas zu lasch und auch im Angriff hat die Linie meist gefehlt“, bemängelte sie, konnte und wollte jedoch bei allem Perfektionismus das klare Endergebnis nicht schlecht reden.

„Das war so etwas wie eine Generalprobe, und die ist uns gut geglückt“, freute sich Heinz über den klaren Pokal-Erfolg gegen den Ligakonkurrenten und machte dafür vor allem den Sahnetag, den beide 09-Torhüterinnen erwischt hatten, verantwortlich. „Beide haben super gehalten“, zollte sie ein Lob an Pauline Radtke und Katrin Thiele, die sicherer Rückhalt waren.

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