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Franz-Hitze-Haus

15. Landeskonferenz des Eine-Welt-Netzes Nordrhein Westfalen

Jens Grabein

Münster - „Was kann NRW für mehr globale Gerechtigkeit vor Ort tun?“, fragt Jens Elmer. Er ist Mitorganisator der 15. Landeskonferenz des Eine-Welt-Netzes Nordrhein Westfalen. Dort diskutierten am Wochenende über 200 Teilnehmer in Workshops und Seminaren über das Engagement und die Entwicklung für eine gerechtere Welt.

Unter dem Motto „Vision 2030 - Rückblick und Vorschau auf die Eine Welt Bewegung“ soll auf das 20-jährige Bestehen des Eine-Welt-Netzes NRW zurückgeschaut und neue Projekte und Visionen diskutiert werden. „Hier in Deutschland müssen sich Dinge ändern“, fordert Vorsitzender Udo Schlüter.

Es müsse ein Lebensstilwandel stattfinden, um dauerhaft einen Beitrag zur Eine-Welt-Bewegung zu leisten. Dafür sei es auch notwendig, auf Unternehmensebene zu handeln. Das Eine-Welt-Netz NRW arbeitet eng mit dem Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) zusammen, die sich im Bereich nachhaltige Lebensstile und Produkte engagieren und auch Firmen beraten.

Das Eine-Welt-Netz NRW ist der Dachverband entwicklungspolitischer Vereine in NRW und hat seinen Hauptsitz in Münster. Mit seinen rund 1500 Mitgliedern aus Gruppen und Privatpersonen setzen sie sich für weltweite Gerechtigkeit, fairen Handel, globales Lernen und Klimaschutz ein.

Bei der 15. Landeskonferenz waren auch dieses Mal internationale Gäste, wie der Anti-Apartheids-Kämpfer Denis Goldberg dabei. Goldberg saß zusammen mit Nelson Mandela über 20 Jahre im Gefängnis, weil er sich für die Abschaffung der Apartheid einsetzte. Vor wenigen Tagen bekam er für seinen Einsatz das Bundesverdienstkreuz verliehen. „Der Kampf gegen Armut geht weiter und weiter“, sagt Goldberg, „wir haben viel getan, aber noch lange nicht genug“.

Diese Meinung teilt auch Martin Dabrowski vom Franz-Hitze-Haus, der die Zusammenarbeit mit dem Eine-Welt-Netz NRW begrüßte. Die Landeskonferenz fand zum ersten Mal im Franz-Hitze-Haus statt.

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