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USC Münster

25 Namen auf dem Zettel

Münster - Han Abbing ist in Münster ein guter Bekannter. Als Cheftrainer des Frauenvolleyball-Bundesligisten VfB Suhl kreuzte er vier Jahre lang mit dem USC Münster die Klingen. Seit Sommer 2008 ist der 48-jährige Niederländer Juniorinnen-Bundestrainer mit Sitz in Berlin. Im Juli gewann Abbing mit den Mädchen der Jahrgänge 1990/91 die U-20-Weltmeisterschaft. Nun zeichnet er für...

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Münster - Han Abbing ist in Münster ein guter Bekannter. Als Cheftrainer des Frauenvolleyball-Bundesligisten VfB Suhl kreuzte er vier Jahre lang mit dem USC Münster die Klingen. Seit Sommer 2008 ist der 48-jährige Niederländer Juniorinnen-Bundestrainer mit Sitz in Berlin. Im Juli gewann Abbing mit den Mädchen der Jahrgänge 1990/91 die U-20-Weltmeisterschaft. Nun zeichnet er für die Jahrgänge 1992/93 verantwortlich, die er im nächsten Jahr zur EM führen will. Vergangene Woche hielt sich Abbing in Münster auf. Unser Redaktionsmitglied Wilfried Sprenger sprach mit ihm.

Was hat Sie nach Münster geführt?

Han Abbing: Ich bin auf Deutschland-Tour und besuche die Stützpunkte im Bereich weiblicher Nachwuchs. Dresden und Schwerin werden folgen, Berlin kenne ich gut aus meiner täglichen Arbeit.

Was gefällt Ihnen an Münster?

Abbing: Dass der USC Mannschaften in der Ersten und in der Zweiten Liga hat, und dass es ein Sportinternat sowie eine sportbetonte Schule gibt. Das ist eine sehr gute Schiene, um Talente zu fördern.

Wo steht Münster im Vergleich zu den anderen Stützpunkten?

Abbing: Zu Dresden und Schwerin kann ich noch nicht viel sagen. In Berlin wird richtig gute Arbeit geleistet. Aber das kann Münster angesichts der vorzüglichen Voraussetzungen auch schaffen.

Beim USC spielen mit Anna Hoja, Sina Fuchs, Rebecca Schäperklaus, Kim Behrens und der zurzeit verletzten Corinna Mommert ausgewiesene Talente der von ihnen betreuten Jahrgänge. Wen werden Sie für die ersten Kader-Maßnahmen nominieren?

Abbing: Das weiß ich nicht. Zurzeit stehen 25 Namen auf meinem Zettel, und es kommen immer noch welche hinzu. Am 1. Dezember werde ich dann einen 18er-Kader benennen. Vermutlich werden auch USC-Spielerinnen dabeisein.

Im Sommer sind Sie mit der U-20-Auswahl Weltmeister geworden. Damit haben Sie die Messlatte für die nachwachsenden Talente sehr hoch gelegt ...

Abbing: Wir setzen uns weiterhin hohe Ziele und wollen versuchen, mit jedem Team unter den besten vier in der Welt zu sein.

Klingt gut, was macht Sie so optimistisch?

Abbing: Die Strukturen in Deutschland sind gut. Zudem gibt es hier viele große Frauen.

Es ist geplant, dass die Juniorinnen nächste Saison wieder in der Bundesliga mitmischen. Dann erneut am Standort Berlin?

Abbing: Davon gehe ich aus.

Einige der Talente müssten in diesem Fall die Schule wechseln. Dies mitten im Abitur. Das könnte den Plan, wieder in der Hauptstadt zu zentrieren, umstoßen ...

Abbing: Ich sage jetzt nicht, dass da keine Probleme auftauchen könnten. Aber Schule ist zu organisieren. Und wenn ich als Nationalspielerin vorankommen will, muss ich diesen Schritt machen. Auch auf die Gefahr hin, mal ein Schuljahr zu wiederholen.

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