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25000 Straftaten an Schulen

Stefan Werding

- Das hat der Polizei gereicht: Abgezogene Handys, vollgeschmierte Schulwände, geklaute Sportschuhe - all das wollte sie sich nicht mehr bieten lassen. Um herauszufinden, wie schlimm die Lage an den Schulen in NRW wirklich ist, hat sie die Verbrechen gezählt, die dort 2008 begangen wurden. Herausgekommen ist die Kriminalitätsstatistik - und zum ersten Mal - die Zahl der Straftaten, die an Schulen verübt worden sind. Es sind sehr viele: 25 000 Mal hat die Polizei 2008 in Nordrhein-Westfalen ein Verbrechen registriert: die Hälfte davon Sachbeschädigungen und Diebstähle, gut 1700 von stärkerem Kaliber - also Verbrechen, bei denen Gewalt eine Rolle spielte.

Welche von den 6800 Schulen in NRW betroffen sind, erfasst die Statistik nicht. Der NRW-Innenminister Ingo Wolf will so verhindern, dass einzelne Schulen oder Stadtteile einen schlechten Ruf bekommen,

Der Polizei fielen 2008 eine halbe Million Menschen auf, die eine Straftat begangen haben sollen. Das ist die höchste Zahl seit 1953, seitdem in Deutschland Verbrechen gezählt werden. 140000 davon waren jung, zwischen acht und 21 Jahre alt. Das klingt viel - man muss aber wissen, dass vor allem junge Männer immer schon die meisten Verbrechen begehen. Aber von denen hat Innenminister Wolf, der die Zahlen vorstellte, auch Positives berichtet. In seiner Statistik tauchen 8089 junge Leute auf, die mindestens fünf Straftaten pro Jahr begehen. Das ist der niedrigste Stand seit über zehn Jahren. So kommt Wolf zu dem Ergebnis: „Die große Mehrheit der Jugendlichen ist rechtstreu.“

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