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Landtagswahl NRW 2010

76 Prozent gegen einheitliche Schule - Umfrage sorgt für Unruhe im Wahlkampf

Wilfried Goebels

Düsseldorf - Im Streit um die künftige Schulstruktur in NRW sorgt eine neue Forsa-Umfrage für Aufregung im Wahlkampf. Danach wünschen insgesamt 76 Prozent der Befragten den Erhalt von Realschule und Gymnasium und lehnen eine „einheitliche Schule“ ab. Selbst bei Anhängern von SPD (71 Prozent), Grünen (65 Prozent) und Linkspartei (57 Prozent) gab es eine Mehrheit für den Erhalt des Schulsystems.

CDU, Philologenverband, Gymnasial-Rektoren und der betroffene Elternverband warnten davor, an der Existenz der Gymnasien zu rütteln. SPD, Grüne und die Gewerkschaft GEW sprachen von „Panikmache“. Schulen, Eltern, Schulträger könnten vor Ort über die Schulstruktur entscheiden, sagte SPD-Schulexpertin Ute Schäfer.

In einer Gemeinschaftsschule würden alle Bildungsgänge von der Hauptschule bis zum Gymnasiums erhalten. CDU-Generalsekretär Krautscheid will die drohende Abschaffung von Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien zu einer zentralen Frage im Wahlkampf machen.

In der Forsa-Umfrage hatten sich auch 57 Prozent gegen eine Verlängerung der Grundschulzeit von vier auf sechs Jahre ausgesprochen.

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