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BBV-Pespektive 2011/2012

A-Ligist FC GW Lankern will keinen neuen Tanz auf der Rasierklinge

wn

Dingden-Lankern - Bis zum Schluss war es ein Tanz auf der Rasierklinge. Am letzten Spieltag jedoch konnte der FC Grün-Weiß Lankern durch einen klares 3:0 über die TuS Drevenack doch noch den Klassenerhalt in der Fußball-Kreisliga A erreichen.

Mit der Achterbahnfahrt soll es nun vorbei sein. Der Verein hofft, mit der Verpflichtung von Ulrich Kley-Steverding, der nach zwei Jahren Jürgen Stondzik als Trainer ablöst, die Weichen für eine ruhigere Zukunft gestellt zu haben.

Das Ziel des 45-Jährigen und des neuen Trainers ist klar: „Die kommende Saison soll auf jeden Fall wesentlich ruhiger verlaufen. Wir wollen möglichst früh nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und einen besseren Platz als zuletzt erreichen“, kündigt Ulrich Kley-Steverding an.

Dass sich ein Einbruch wie in der vergangenen Rückrunde nicht wiederholt, ist das vorrangige Ziel von Trainer und Spielern. „Mit dieser Mannschaft müsste ein gesicherter Mittelfeldplatz drin sein. Wir arbeiten mächtig daran, wieder als Team aufzutreten und mit einer vernünftigen Einstellung ins Spiel zu gehen“, sagt der Coach.

Die größte Baustelle sieht Kley-Steverding, der vor Jahren bereits als Trainer bei SV Blau-Weiß Wertherbruch und beim SC 26 Bocholt tätig war und zuletzt die A-Jugend von Lankern betreut hatte, in der Mentalität der Spieler: „In der Vergangenheit fehlte den Akteuren manchmal die richtige Einstellung. Das muss sich ändern. Wir müssen wieder zu einem Team zusammenwachsen.“

Nach einigen Wochen Vorbereitung sieht er bereits große Fortschritte. „Ein Umdenken hat stattgefunden. Ein besserer Zusammenhalt ist klar erkennbar, was sich auch in den Ergebnissen der Vorbereitungsspiele widerspiegelt“, sagt Kley-Steverding. Die Harmonie, Garant für ein erfolgreiches Spiel, sollte damit wieder gegeben sein. Kurz vor dem Saisonstart liegt das Hauptaugenmerk auf taktischen und spielerischen Verbesserungen. „Mit Ulli Kasparek und Heiner Bauhaus stehen mir zwei hervorragende Trainer zur Seite. So können wir gezielt im Training gleichzeitig verschiedene Übungen im kleinen Kreis durchführen und intensiv auf die jungen Spieler einwirken“, meint Kley-Steverding.

Einen Qualitätsschub erwarten die Verantwortlichen auch von den neuen Spielern, die wieder alle aus Lankern kommen. Die besten Voraussetzungen bringen Steffen Böing und Henrik Bröker mit. Während Böing den Angriff beleben soll, ist Bröker im Mittelfeld flexibel einsetzbar. „Beide stehen nahe davor, einen Stammplatz zu bekommen. Wir sind froh, dass wir immer wieder Jugendliche haben, die den Sprung schaffen können“, sagt Kley-Steverding. Zusammen mit den Führungsspielern Mark Schmitz, Frank Loskamp und Bernd Loskamp soll Neuzugang André Hessling die junge Truppe führen. „Sie sollen den Takt angeben und zum verlängerten Arm des Trainers auf dem Spielfeld werden. In der Vergangenheit wurde auf dem Platz zu wenig geredet“, so Kley-Steverding. Aber auch den beiden Brüdern Mike und Marco Bott traut der Coach durchaus eine tragende Rolle zu: „Beides sind interessante Spieler, die die richtige Einstellung und starkes Zweikampfverhalten mitbringen. Man kann sie immer bringen, da beide immer Vollgas geben.“

Als einziger Abgang wird in diesem Jahr Jan van der Linde geführt. Der Torjäger, der in der Vorsaison mit 20 Treffern sehr erfolgreich war, will aus beruflichen Gründen eine maximal einjährige Pause einlegen. „Das ist natürlich ein herber Verlust. Es wird sich noch zeigen, ob das eine komplette Saison wird oder er ab dem neuen Jahr wieder einsteigt“, so Kley-Steverding. Die Tore müssen so lange „auf mehrere Schultern verteilt werden“. Bis Ende des Monats will Kley-Steverding sein Gerüst stehen haben.

Als Topfavoriten sieht er BW Dingden an. „Der Kader ist für diese Liga erstklassig besetzt. Es wäre schon eine Überraschung, wenn Dingden nicht Erster werden würde. Für uns sind diese beiden Spiele aufgrund der Rivalität schon etwas Besonderes“, sagt er.

Zuvor wünscht er sich aber einen gelungenen Auftakt bei Westfalia Anholt. „Ein guter Start wäre für uns wichtig, damit wir weiter an Selbstbewusstsein gewinnen. Dann können wir kontinuierlich weiterarbeiten und können der Zukunft optimistisch entgegen blicken“, so Key-Steverding.

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