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Lenz Party

A Whisper In The Noise: Morgen leise im Gleis

wn

In den dunkelsten Tagen des Kalenderjahres, als es gegen fünf schon duster war und auch Studenten beizeiten nicht umhinkamen, manchmal im Dunklen aufstehen zu müssen, erschien eine Platte, die wie geschaffen für diese Zeit schient: A Whisper In The Noise veröffentlichten „Dry Land“, eine Liedsammlung voller intensiver, bestürzend dichter Lieder über Isolation, Hoffnungslosigkeit und – an manchen Stellen – einer gewissen Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit.

Fast ein wenig mulmig wird einem, wenn man dieser Band beim Spielen zuhört: Die Gitarren, die es kaum wagen, lauter zu werden, lauern trotzdem an jede Ecke. Der Gesang windet sich, mal rau, mal zart, und findet immer wieder neue Worte für das Alleinsein, im Hintergrund erzeugen andere Instrumente eine bedrohliche Atmosphäre, ganz so, als könnte in jeder Sekunde auch ein Schrei ertönen. Aber der kommt nicht: A Whisper In The Noise werden zu jeder Zeit ihrem Namen gerecht.

Keine Effekthascherei, dafür geduldig komponierte Songs mit allerhand Ideen und viel Atmosphäre. Das Album „Dry Land“ kam in Winter super an und enterte diverse Kritikerlisten. Jetzt ist zumindest laut Kalender bald Frühling und es bleibt auch länger hell. Ein Umstand, der der Intensität eines Livegigs der Amerikaner aber nicht schaden sollte.

Zu sehen sind A Whisper In The Noise am Samstag (8. März) im Gleis. Die Vorband heißt Heligoland, kommt aus Australien und spielt zerbrechlich-ästhetische Popmusik mit viel Hall.

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