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Abschaffung der Betriebsräte: 300.000 Beschäftigte wären betroffen

Düsseldorf - Die von der FDP geforderte Abschaffung der Betriebsräte in Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern würde Wirtschaftsforschern zufolge 300 000 Beschäftigte betreffen. 28.000 Betriebe wären ohne gewählte Arbeitnehmer-Vertretung, wenn sich die FDP bei den Koalitionsverhandlungen durchsetze, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in...

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Düsseldorf - Die von der FDP geforderte Abschaffung der Betriebsräte in Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern würde Wirtschaftsforschern zufolge 300.000 Beschäftigte betreffen. 28.000 Betriebe wären ohne gewählte Arbeitnehmer-Vertretung, wenn sich die FDP bei den Koalitionsverhandlungen durchsetze, berichtete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung am Freitag. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bestätigte die Zahlen.

Bislang können Betriebsräte in Betrieben mit mindestens fünf Beschäftigten gebildet werden. Das zusätzliche Vorhaben der FDP, die Freistellung von Betriebsräten in Betrieben mit 200 bis 500 Beschäftigten abzuschaffen, würde etwa 8100 voll oder teilweise freigestellte Betriebsräte betreffen. Darunter würde der professionelle Umgang zwischen Management und Arbeitnehmern leiden, warnte der WSI-Experte Martin Behrens.

„Gerade in diesen Monaten beobachten wir viele Beispiele dafür, wie Betriebsräte dazu beitragen, die Krise zu bewältigen, ohne die Interessen der Arbeitnehmer aus den Augen zu verlieren.“

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