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Gebührenvergleich in NRW

Abwasser in Reken und Münster am günstigsten

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Kreis Borken/Münster/Düsseldorf - Die Gemeinde Reken kriegt vom Bund der Steuerzahler NRW (BdSt) wieder mal ein dickes Lob: Die Windmühlengemeinde hat beim diesjährigen Vergleich der fast 400 Kommunen in NRW den ersten Platz belegt, weil sie die niedrigsten Abwassergebühren im Lande erhebt. Bei den Großstädten in NRW ist Münster die günstigste. So muss ein Musterhaushalt in Reken mit einem Frischwasserverbrauch von 200 Kubikmetern und einem Grundstück mit 130 Quadratmetern versiegelter Fläche nur 246,50 Euro bezahlen. Zum Vergleich: In Titz (Kreis Düren), der teuersten Kommune in dieser Hinsicht in ganz NRW, kostet das fast 1000 Euro mehr, nämlich 1238,50 Euro. Eine vierköpfige Musterfamilie in Münster muss jetzt 425,50 Euro bezahlen. Damit liegt Münster knapp günstiger als Düsseldorf (431,40 Euro), wo die Sätze sogar gesunken sind. Hinter Reken belegt Raesfeld (271,10 Euro) den zweiten Platz. Velen (Platz 5 in NRW mit 324,70 Euro) und Stadtlohn (Platz 10, 387,70 Euro) komplettieren das prima Ergebnis der Kommunen des Kreises Borken, die damit vier der zehn günstigsten Kommunen im Lande stellen. Die Abwassergebühren der übrigen Kommunen aus dem Kreisgebiet (Angaben in Euro): Borken (420,80), Heek, (449,10), Gronau (451,50), Ahaus (456,40), Rhede (473,40), Gescher (475,90), Südlohn (495,10), Vreden (521,30), Heiden (545,30), Legden (550,50), Schöppingen (566,30) Bocholt (611,80) und Isselburg (705, 40). Neben topografischen Gründen (Abwasser ableiten ist in den Bergen nun mal teurer als im Flachland) gebe es auch andere Gründe für die recht großen Unterschiede, schreibt der BdSt. So würden einige Kommunen Abschreibungen zu Ungunsten der Bürger anrechnen. Ebenfalls unter die Lupe genommen haben die Vertreter der Steuerzahler auch die Abfallgebühren. Weil aber die Abfuhrrhythmen sehr variieren (ein, zwei oder vier Wochen), die Behältergrößen sehr unterschiedlich sind und manche Kommunen Zusatzdienste anbieten (Wertstoffhof, Sperrmüllabfuhr) ist eine Rangliste hier kaum möglich. Allerdings führt der BdSt die Gemeinde Schöppingen unter den preiswerten Kommunen auf. Hier zahlt ein Vier-Personen-Haushalt (je 120 Liter-Tonnen, zweiwöchentliche Leerung von Rest- und Bioabfall) 199,40 Euro. Die landesweit günstigste Stadt ist Paderborn (139 Euro), die teuerste Kommune Alpen (Kreis Wesel) mit 468,96 Euro. Weniger rühmlich steht Münster im Vergleich der Abfallgebühren dar. Laut Steuerzahlerbund gehören die Sätze zu den sieben höchsten im Land. Die vierköpfige Musterfamilie muss demnach 402 Euro einkalkulieren. Der Steuerzahlerbund zeigt eine Ursache auf: So kostet die mechanisch-biologische Verarbeitung des Restmülls in Münster pro Tonne 230 Euro, im Kreis Warendorf aber nur 108,39 Euro und im Kreis Borken 153,32 Euro.

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