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Karneval im Kreis Warendorf

ACC lässt es krachen

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Ahlen. In einen Hexenkessel verwandelte Se. Tollität Klaus I. am Samstagabend den Saal im Kettelerhaus. Der Galaabend seiner Karnevalsgesellschaft ACC sei für ihn der Höhepunkt der Abendveranstaltungen, meinte der Stadtprinz nach seinem triumphalen Einzug. Der „Ahlener Carneval Club“ bot den Gästen im ausverkauften Kettelerhaus ein gut vierstündiges närrisches Feuerwerk. Zum Teil hielt es die Gäste nicht mehr auf ihren Sitzen und sogar zwischen den Stuhlreihen wurde getanzt.

Nach dem Prolog durch Zeremonienmeister Dieter Lux begrüßte ACC-Präsident Rolf Grinsch die Gäste mit den ACC-Senatoren Reinhard Schultz, Bürgermeistermeister Benedikt Ruhmöller und BAS-Boss „Carlo“ Wilk an der Spitze. Ahlens oberster Karnevalist war ganz nach dem Sessionsmotto „Ahlen feiert gern – Karneval vom andern Stern“ als „Mann im Mond“ kostümiert.

Dann ging es Schlag auf Schlag. Den Anfang machte das ACC-Tanzduo Jana und Janina. Das Kinderprinzenpaar Marvin III. und Kim I. mit Standartenträger Michael hatte wieder einen spritzigen Auftritt. Als Geschenk für das närrische Volk hatten sie eine Tanzdarbietung der Kükengarde mitgebracht. Der Auftritt veranlasste Präsident Rolf Grinsch zu der Feststellung: „Ich bin stolz, dass es mit dem Ahlener Karneval weiter geht.“

Für ordentlich Lacher sorgte dann Mr. Peabody, der sich Unterstützung aus dem Saal holte. Bei seinen Slapsticks tobten alle. Tänzerisch ging es weiter. Nach der ACC-Jugendgarde wirbelte das SGF-Tanzpaar Tanja und Michael über die Bühne. Die Beiden zeigten sportliche Hochleistung mit viel Grazie.

So richtig geschunkelt werden durfte bei „Nord-West-Humor“. Die Truppe um Rudi Pollex begeisterte mit kölschen Liedern und einer Liebeserklärung an ihre westfälische Heimat. Trotz eines wahren Auftrittsmarathons hatte ACC-Tanzmariechen Melina stets ein Lächeln auf den Lippen. Am Samstag stand sie nicht nur solo auf der Bühne, sondern auch mit der Prinzengarde.

Mit den bekannten Kinderliedern hatte Karl-Heinz Albrecht, seines Zeichens Musik-Professor, Probleme. „Die sind nicht mehr zeitgemäß“, erklärte der Humorist und trug Beispiele für eine moderne Form vor. Da wandelte sich nicht nur der Text, sondern auch der Rhythmus bis hin zum Rap. Mit dem Lied „Mein Hut hat drei Ecken“ könne man auch den Satz des Phytagoras vermitteln, zeigte Albrecht. Sogar eine Schelte für Roland Koch und dessen Jugendpolitik kam vor.

Dann stand der Saal Kopf. Stadtprinz Klaus I. hielt Einzug. In seinem Gefolge auch eine Abordnung der Karnevalsgesellschaft „Unwiesität“ aus Münster, die das Ahlener Mammut noch immer gefangen hält. Rolf Grinsch und Se. Tollität forderten natürlich die Rückkehr des Mammuts. Grinsch: „Wir in Ahlen sind eigentlich die rechtmäßigen Besitzer!“ Der Rector Magnificus Hans-Peter Kunze aus Münster warf den Ahlenern vor, sich Jahrtausende nicht um das Tier gekümmert zu haben. Sogar seinen Rechtsprofessor bemühte er. In den Streit mischte sich auch Bürgermeister Ruhmöller mit einem Beitrag ein, der von Hause aus Jurist ist. Er bezeichnete in seiner Unterstützung für den ACC Münster als „Provinzialhauptstall“. Die Gäste aus Münster setzten dann ihr hochprozentiges BGB ein. So geht der Streit um das ACC-Wappentier noch weiter.

Obligatorisch beim ACC ist die Torte für den Stadtprinzen. Klaus I. freute sich sichtlich über das süße Geschenk. Er ließ natürlich seine Garde tanzen und die prinzliche Kapelle, die „Happy Trumpets” unter der Leitung von Ralf Doodt, heizte mächtig ein. Eine ganze Riege von Stars ließ zum Abschluss Sänger Julius Müller auf der Bühne erscheinen. Er brannte ein Feuerwerk von Schlagern und internationalen Hits ab.

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