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Ahlener SG

Achse muss ausgeschaltet werden

Cedric Gebhardt

Ahlen. Es ist zwar nicht die viel zitierte „Achse des Bösen“, mit der es die Handballer der Ahlener SG am Samstag um 19.30 Uhr zu tun haben. Dennoch müssen auch sie eine Achse ausschalten – und zwar die aus Michal Bruna und Rico Göde bestehende Mittelachse des Stralsunder HV. „Diese ist kaum auszuschalten, aber man muss ihre Kreise einengen“, warnt Bundesliga-Koordinator Herbert Vogel vor dem starken Duo am Mittelkreis. „Auch gegen die Außen müssen wir uns was einfallen lassen“, befindet Vogel. Hierbei ist vor allem der Kroate Ivan Nincevic zu nennen. Diethard von Boenigk, der mit seinem Tross bereits gestern früh um 9 Uhr nach Stralsund aufbrach, sieht der Aufgabe beim Tabellenführer gelassen entgegen. „Unabhängig von kleineren Problemen sollten wir nahezu bei hundert Prozent sein. Wir haben nicht den Druck, wir gucken einfach mal, was geht“, ist der ASG-Trainer entspannt. Und das trotz des neuerlichen Ausfalls von André Kropp, den eine Oberschenkel-Verletzung außer Gefecht setzt. Zudem sind Jonas Bagel und Sascha Bertow nach einem grippalen Infekt noch angeschlagen. „Zahlenmäßig sieht es auf dem Papier ganz gut aus, aber so rosig ist die Lage dann doch nicht“, relativiert hingegen Herbert Vogel. Dementsprechend, so Diethard von Boenigk, gehe man auch als Außenseiter in die Partie. Auch Herbert Vogel spricht von einem „ungleichen Duell“. Vor diesem Hintergrund sei es umso wichtiger, sich nicht von den beiden Niederlagen des Spitzenreiters bei Hannover-Burgdorf (29:34) und in Emsdetten (34:35) täuschen zu lassen. Gleichwohl ist aus dem Zweikampf nun ein Vierkampf um den Aufstieg geworden. Und obwohl der Abstand zum Liga-Primus mittlerweile nur noch vier Zähler beträgt, hält Diethard von Boenigk seine Jungs aus dem Rennen raus. „Wenn es nachher so sein sollte, liebend gerne, aber momentan haben wir damit nichts zu tun“, unterstreicht der ASG-Coach. Jetzt gelte erst einmal die Konzentration auf das Tagesgeschehen. „Wir dürfen den Hansa-Express nicht ins Rollen kommen lassen. Wir müssen die Gegenstöße und das schnelle Spiel von Stralsund in den Griff kriegen“, weiß von Boenigk. Dazu wurde gestern Abend und wird heute Vormittag noch ein wenig in der Vogelsang-Halle trainiert. „Um das Spielgerät noch mal in der Hand zu haben“, lacht von Boenigk. Sein Team hingegen soll zu einfachen Toren kommen und sowohl konzentriert als auch effektiv im Angriff die Arbeit verrichten.

„Außerdem müssen wir auch in der Abwehr wieder gut zupacken“, meint der ASG-Trainer. Dazu hat Diethard von Boenigk gleiche eine Reihe taktischer Möglichkeiten. Es bieten sich sowohl eine 4:2- als auch eine 5:1-Deckung an. Mit einer Defensive, an der sich der Gegner die Zähne ausbeißt, und einem – wie zuletzt – ähnlich gut aufgelegten Jan Stochl im Tor sollte es auch klappen, die Achse des Spitzenreiters auszuschalten.

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