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Acht Tage feiern – mit Knäckebrot

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Acht Tage lang feiern und Knäckebrot knuspern – darum dreht es sich gerade bei vielen Menschen. Bei Juden nämlich, also Menschen, die der Religion Judentum angehören. Sie haben zurzeit eines ihrer wichtigsten Feste: Pessach. Es ging gestern los. Schon vorher bereiten die Menschen alles für das Fest vor. Das hat sich am Freitagabend auch Papst Benedikt XVI. angeschaut. Er besuchte auf seiner USA-Reise eine jüdische Gemeinde in New York und gratulierte den Menschen in einer Zeremonie zu ihrem Fest.

Pessach ist vor allem ein Familienfest, ähnlich wie Weihnachten für Christen. Strenggläubige Juden feiern es immer ähnlich: Bevor es losgeht, ist Großputz angesagt. Dabei geht es vor allem darum, Brot aus dem Haus zu werfen. Und zwar bis zum letzten Krümel. Zu Pessach ist nämlich nur besonderes Brot erlaubt. Es sieht aus wie ein flacher Fladen, mal rund, mal eckig. Und es ist sehr dünn und knusprig wie Knäckebrot. Darin steckt nur Mehl und Wasser. Acht Tage lang darf man zu Pessach kein anderes Brot essen.

Das besondere Brot erinnert an die Geschichte: Vor langer, langer Zeit waren die Juden Sklaven in Ägypten und mussten hart arbeiten. Die Geschichte erzählt: Als die Juden gingen, brachen sie in großer Eile auf. Zum Brotbacken blieb keine Zeit. Also nahmen sie das besondere Knäckebrot mit. Nach der Flucht waren die Juden frei. Daher ist Pessach auch ein Fest der Freiheit. Und es ist ein Fest des Frühlings. Es geht bis zum nächsten Sonntag.

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