1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“: Opulent

  6. >

Filmrezensionen

„Adèle und das Geheimnis des Pharaos“: Opulent

Hans Gerhold

Die Comicreihe um die abenteuerlustige Adèle Blanc-Sec (Louise Bourgoin), eine rasende Reporterin der Belle Epoque, lieferte die Vorlage zu Luc Bessons visuell opulentem und total verspieltem Genremix „Adèle und das Geheimnis des Pharaos“, eine französische Antwort auf Indiana Jones, „Die Mumie“ und „Jurassic Park“.

Adèle ist Knotenpunkt für zwei Geschichten, In der einen sucht sie in Ägypten die Mumie eines Leibarztes von Pharao Patmosis, um ihrer im Koma liegenden Schwester zu helfen. Parallel zu Adèles Abenteuern mit dem Sarkophag auf dem Nil, gelingt es einem Professor, den Flugsaurier Pterodaktylus schlüpfen zu lassen, der in Paris Chaos stiftet und wie in alten Stummfilmen von der trotteligen Polizei gejagt wird.

Wie bei Besson üblich, geht es weniger dramatisch, als komisch zu, ist Adèle eine Amazone, die stärker als die Männer ist (siehe „Nikita“ und „Das fünfte Element“).

Der Reiz liegt in der Rekonstruktion der Belle Epoque, für die ein Oscar fällig wäre. Und in Paris gehen bald Mumien flanieren.

Startseite