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Afghanen zu Jung: „Bitte helfen Sie unserer Jugend“

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Kundus - Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung besuchte am Mittwoch in Begleitung des münsterschen Bundestagsabgeordneten Ruprecht Polenz und weiteren Berliner Abgeordneten das deutsche Wiederaufbauteam im nordafghanischen Kundus.

Bei einem Gespräch mit afghanischen Würdenträgern aus der Provinz Darreh loteten beide Seiten aus, was von einer gemeinsamen Aufbauarbeit erwartet und was von Deutschland und der Europäischen Union geleistet werden kann. Die Provinz Darreh gilt als eine der unruhigen Regionen im Norden Afghanistans. Erst am Dienstag wurde das Lager mit zwei Granaten beschossen.

So verwunderte es nicht, dass sich Jung und Polenz einer Reihe von Erwartungen gegenübersahen, die in ihrer Realisation teilweise erst langfristig umgesetzt werden können.

Eine technische Unterstützung der Agrarwirtschaft und Forderungen nach Schulen und einer Universität sind Anregungen, die der Minister „gern mit nach Berlin“ nimmt.

Den Wunsch nach einen Ausbau des Notflughafens, um Flugmöglichkeiten für Pilger nach Mekka zu schaffen, wollte Minister Jung dagegen nur sehr unverbindlich beantworten. „Deutschland hat schon eine Menge getan und die Unterstützung von 80 Millionen auf 170 Millionen erhöht“, erklärte Jung.

Ein afghanischer Vertreter sagte dazu: „Bildung ist die Wirbelsäule einer Gesellschaft. Bitte helfen Sie unserer Jugend! Kabul und Präsident Karsai sind weit entfernt - von dort können wir keine Hilfe erwarten!“

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