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Katholiken beginnen internationales Treffen in Madrid

Ahlener Jugendliche auf dem Weltjugendtag

Sabine Tegeler

Madrid/Ahlen - Tausende junge Katholiken aus aller Welt sind am Dienstag in Madrid zum Weltjugendtag zusammengekommen. Papst Benedikt XVI. hat zu dem sechstägigen Glaubensfest in die spanische Hauptstadt geladen. Auch 19 Jugendliche aus Ahlen sind angereist.

„Allen geht es sehr gut.“ Das ist die erste Nachricht von den Ahlener Weltjugendtagsfahrern, die die „AZ“-Redaktion am Montag aus Spanien erreicht. Und die zweite: „Alle sind jetzt gerade sehr müde.“

Das sei aber kein Wunder, wie der begleitende Pastoralreferent Stefan Bagert am Telefon erklärt: „Hinter uns liegt schon ein volles Programm mit den Gastfamilien.“ Wie berichtet, erlebten die 19 Jugendlichen den ersten Teil der Reise in einem kleinen Ort bei Pamplona. „Wir waren zu zweit oder dritt in Gastfamilien untergebracht.“

In dem 3000-Seelen-Ort, in dem die Einwohner hauptsächlich vom Wein- und Gemüseanbau leben, seien sie unglaublich herzlich empfangen worden, so Bagert. Oft habe man Gespräche bis tief in die Nacht geführt. Unterhalten haben sich Gäste und Gastgeber auf Spanisch und Englisch, und wenn das nicht funktionierte „dann mit Händen und Füßen“.

Am vergangenen Samstag besuchten die 16 Mädchen und drei Jungen mit ihren Begleitern Stephanie Bellen, Birte Koch und Stefan Bagert die Burg des Heiligen Franz Xaver im Wallfahrtsort Javier, wo sie gemeinsam mit dem Erzbischof von Pam­plona und dem Münsteraner Bischof Felix Genn und weiteren 10 000 Jugendlichen eine Messe und ein Jugendfestival feierten.

„Das war schon groß“, schmunzelt Stefan Bagert, „aber sicher kein Vergleich mit dem, was uns in Madrid erwartet“, blickt er auf die Million junger Menschen aus der ganzen Welt, die dort ab heute zusammenkommt.

Einen Tag vor dem Start in die spanische Hauptstadt - am Sonntag - erlebten die jungen Ahlener mit weiteren Weltjugendtagsteilnehmern zudem eine Kircheneinweihung in der Gemeinde ihres Nachbarortes: „Das war total beeindruckend“, berichtet der Pastoralreferent. Als Dank überreichten die deutschen Gäste ihren Gastgebern ein Kreuz in verschiedenen Farben.

In Madrid werden die Ahlener übrigens in einer Turnhalle etwa 60 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt mit rund 400 weiteren WJT-Jugendlichen untergebracht sein.

In Madrid werden mehr als eine Million Teilnehmer erwartet. Das Treffen sollte am Abend mit einem Gottesdienst auf dem Cibeles-Platz im Zentrum der Stadt offiziell eröffnet werden.

Der Papst will am Donnerstag nach Madrid fliegen. Der Weltjugendtag ist das größte internationale Treffen der katholischen Kirche. Er war von Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. ins Leben gerufen worden und findet alle zwei bis drei Jahre statt.

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