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Unser Song

Alibi For A Murder: Kein ganz normaler Junge

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<1>Es ist kein Schmusesong, kein Liebeslied, zum Kuscheln nicht geeignet. Aber wer erwartet das schon von einer Death-Thrash-Metalband? In „Autopsy Appointment“ sprechen Alibi For A Murder eher harte und brutale Realität an. „Im Groben geht es um einen Amoklauf oder Ausraster“, bringt Sänger und Texter Damian den Inhalt auf den Punkt. „He chooses to make an explosion of violence directed at the group he feels opressed and threatened”, heißt es in dem Song. „Wir setzen uns aber differenziert und objektiv damit auseinander und vertreten nicht die einfache Politikeransicht ,Da hat jemand Counterstrike gespielt oder Judas Priest gehört und schon wird Amok gelaufen.‘“ „He was such a normal boy“ tönt es zur Unterstreichung laut aus den Boxen. „Ein Textblatt gibt es auch dazu, da uns schon oft gesagt wird, dass das sonst nicht zu verstehen ist. Wir haben aber was zu sagen und brüllen nicht irgendein ,gwar gwar’ ins Mikro.“ <2>Als sich die Band 2005 gründete, brauchte über die musikalische Zielrichtung nicht gestritten werden. Einzig Sänger Damian hatte sich früher für andere Sounds interessiert. Für Gitarrist Hüseyin, Bassist Matthias und Drummer Sebastian stand der harte Sound im Vordergrund. Auch live bleibt die Band einigen Klischees des Metal treu. Headbanging und Metal-Rulez-Posen gehören definitiv dazu. „Aber unser Outfit ist eher normal, wir tragen keine Masken und sind auch nicht geschminkt“, sagt Sebastian. Das überlassen die Jungs eher ihren großen Vorbildern, mit deren Postern der üppig ausgestattete Proberaum in der Warendorfer Bauerschaft Vohren übersät ist. Mit den Großen unterwegs zu sein, ist ein Traum, an dem die Band arbeitet. Rund 20 Live-Auftritte absolviert die Band pro Jahr. „Wir möchten viel rumkommen und Erfahrungen sammeln, der Spaß steht aber im Vordergrund“, betont Hüseyin und Sebastian ergänzt: „Mit dieser Musik Geld zu machen ist schwer, das reicht selbst für die Großen der Szene nicht.“

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