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Leistungsschau der Heeresflieger Mit Lokal-Video

Alles perfekt - bis auf den Regen

Rheine. Alles perfekt: Viele tausend Besucher – und Rheines Polizeichef Berthold Hömme spricht von einem „geschmeidigen Ablauf“ der Heeresflieger-Leistungsschau. Nur eins hat nicht geklappt: Die Sache mit dem Wetter. Als die sechs CH-53-Transporthubschrauber und die zwei Bo 105-Verbindungshubschrauber am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr ihre Triebwerke in Schwung brachten...

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Rheine - Alles perfekt: Viele tausend Besucher – und Rheines Polizeichef Berthold Hömme spricht von einem „geschmeidigen Ablauf“ der Heeresflieger-Leistungsschau. Nur eins hat nicht geklappt: Die Sache mit dem Wetter. Als die sechs CH-53-Transporthubschrauber und die zwei Bo 105-Verbindungshubschrauber am Freitagnachmittag gegen 17 Uhr ihre Triebwerke in Schwung brachten, kam prompt die dicke graue Wolke mit dem Regen. Die Besucher indes ließen sich nicht vertreiben: Sie verfolgten die Airshow unter ihren Regenschirmen. Zum Abschluss der Veranstaltung war dann aber wieder eitel Sonnenschein. „Uns hat es gut gefallen. Unser Sohn ist hier. So konnten wir mal sehen, wie das Kasernenleben so ist“, sagte ein Vater. Eine junge Mutter aus Rheine war ebenfalls begeistert: „Wir wohnen so, dass wir die Überflüge immer mitbekommen. Aber das einmal live zu erleben, so ganz aus der Nähe, dass war schon toll“. „Die Show war super. Die müssen unbedingt in Rheine bleiben“, sagte ein Familienvater und sprach damit die ungewisse Zukunft der Heeresflieger am Standort Rheine an. Die Heeresflieger hatten sich mit ihrer Leistungsschau auch alle Mühe gegeben: Kinder fuhren mit einem Wagen der Flugplatz-Feuerwehr über das weitläufige Kasernengelände, sie durften mit Autokränen Gewichte heben oder die Führerhäuser jedes ausgestellten Lkw inspizieren. Geduldig stellten sich Jungen und Mädchen in langen Schlangen an, um einmal auf dem Pilotensitz einer Bo 105 oder einer CH-53 sitzen zu dürfen. Alles, was die Bundeswehr in Rheine zu bieten hat, wurde den Besuchern präsentiert. Besonders beliebt bei den Kindern war die Station mit den Kübelspritzen: Dort zielten die Kinder mit einem Wasserstrahl auf großen Konservendosen, die auf Deckungsattrappen aufgestellt waren. Zur Armee gehören auch Waffen – auch die wurden der Öffentlichkeit gezeigt. Zum Beispiel im sogenannten Schießkino, wo die Soldaten schießen üben, ohne Munition zu verbrauchen. Hier galt zwar auch, dass alle Besucher ganz nah heran dürfen, aber eben auch „Bitte nicht anfassen!“. „Wir wollen nicht, dass Personen unter 18 Jahren mit Waffen oder Waffenteilen in Berührung kommen“, erläuterte Oberleutnant Martin Heiermann, der für die Pressebegleitung eingeteilt war. Die Besucher – die Bundeswehr spricht von 8000, die Schätzungen der Polizei sind höher – zollten den Veranstaltern Respekt: „Man hat ja nicht alle Tage die Gelegenheit, hinter die Kulissen der Kaserne zu schauen. Das ist ja sehr voll hier. Aber das ist ein schönes Zeichen für Bundeswehr, das so ein Interesse herrscht“, schilderte Robin Casper seine Eindrücke. Der Sprecher der Freiwilligen Feuerwehr aus der Nachbargemeinde Salzbergen war mit seinen Kollegen in die Theodor-Blank-Kaserne nach Rheine gekommen. Kurzum: Alles perfekt - bis auf die eine dicke graue Wolke. Ein Video zum Thema finden Sie auf herein.tv

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