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Rot Weiss Ahlen

Alles richtig gemacht

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Ahlen. Kollektives Aufatmen bei Rot-Weiß Ahlen nach dem 3:1-Erfolg über den 1. FC Magdeburg, denn erstmals in dieser Saison hatte Christian Wück Druck verspürt. Weniger wegen des aktuellen Tabellenstandes, denn der war nicht so schlecht, als das man sich hätte große Sorgen machen müssen. Aber die Art und Weise, wie seine Mannschaft in den Spielen gegen Cottbus, Dresden und Verl aufgetreten war, hatte nicht nur bei ihm für Kopfschütteln gesorgt: „Wir mussten uns etwas einfallen lassen, und jetzt kann man sagen, dass wir alles richtig gemacht haben“, atmete der jüngste Regionalliga-Trainer tief durch, als er nach dem Spiel zur obligatorischen Pressekonferenz kam. Keine Strafeinheiten im Training, aber gezieltes, äußerst hartnäckiges Arbeiten an zuletzt gezeigten Schwächen – insbesondere beim Torabschluss – war Teil eins seines Aktionsprogramms. Teil zwei diente der Verbesserung des Teamgeistes. Deshalb das Trainingslager am Höxberg.

„Ja, da sind wir wieder näher zusammen gerückt“, begrüßte auch Spielführer Lars Toborg die Maßnahme seines Trainers, hebt aber auch warnend den Zeigefinger: „Das war jetzt ein Sieg, wir stehen aber vor einer ,Englischen Woche‘ und abgerechnet wird erst am nächsten Samstag, bevor wir dann in die zweiwöchige Pause gehen.“

Auch ihm war nicht entgangen, dass es in der Defensive einige Schwächen gegeben hatte, vor allem nach Magdeburgs Umstellungen zur Pause: „Wir müssen zeitweise noch kompakter stehen.“

Gut indes, die filigrane taktische Feinarbeit. Schön das Spiel in die Breite ziehen und mit Pässen in den Rücken der Dreierkette diese aushebeln. So sollte es sein, so gelang es. Zumindest im ersten Durchgang. Zwar hatte Gästecoach Dirk Heyne auf Ahlens für ihn sicherlich etwas überraschenden Dreierangriff reagiert und Lindemann beauftragt, sich immer wieder in den Abwehrverbund zurückfallen zu lassen, aber man merkte, dass der FC dies so noch nicht oft praktiziert hatte. So kamen die Ahlener zu vielen Möglichkeiten. Schade nur, dass diese nicht besser genutzt wurden „Klar, das müssen wir noch besser machen“, befand auch Lars Toborg.

Positiv auch das gesamte taktische Verhalten. So verschoben die einzelnen Mannschaftsteile am Samstag besser, stand vor allem die Viererkette lange Zeit nicht so tief. Ahlens Stürmer waren dankbar, allen voran Lars Toborg, der sonst für seine Defensivarbeit immer zu viele Meter zwischen den beiden Toren absolvieren musste.

Erst in der Schlussphase ließen sich die Ahlener wieder zu weit fallen und prompt wurde der FC-Druck wieder größer. Das muss in Lübeck am morgigen Mittwoch besser werden. Bislang haben die Ahlener in der Stadt des Marzipans noch keinen Punkt geholt. Zweimal gab es eine 1:4-Klatsche, beim Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison eine 1:2-Niederlage. Eigentlich ist die Zeit reif für einen zählbaren Erfolg.

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